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Jack Curley: Vince McMahon der Frühzeit

Biografie

Veröffentlicht am: 30.09.2003, 00:00 Uhr
Kategorie: Biografie
Verfasser: XantaKlaus
Jack Curley (richtiger Name: Jacques Armand Schuel) wurde am 4. Juli 1876 in San Francisco geboren. Seine Eltern waren aus Frankreich nach Amerika geflohen. Kurz nach seiner Geburt bekam seine Mutter Heimweh und so kehrte die Familie nach Europa zurück. Curley lebte die nächsten 13 Jahre in der Nähe von Strassbourg und später in Paris. Dann kehrte die Familie nach San Francisco zurück. Dort besuchte er eine Handelsschule mit dem Ziel Kaufmann zu werden. Es wurde Curley jedoch zu langweilig, und so nahm er einen Job in der Druckerei des San Francisco Chronicle an. Aber auch das war nur von kurzer Dauer, denn er wurde gefeuert. Er nahm schließlich einen Job in der Kneipe des Boxers George La Blanche an, dessen größter Erfolg es war einmal den berühmten Jack Dempsey durch Knockout besiegt zu haben.

Im Alter von 16 Jahren verschlug es Curly nach Chicago in der Hoffnung im Rahmen der Weltausstellung einen Job zu finden. Er fand in Chicago zunächst alles, was er sich erhofft hatte. Für junge Abenteurer war es der richtige Platz, Curley genoß die Zeit und knüpfte immer mehr Kontakte zu Leute aus dem Sport. Als die Weltausstellung vorbei war, verloren tausende Leute ihre Jobs, darunter auch Curley. Für eine kurze Zeit konnte er sich mit einem Reporterjob bei der Zeitung \"The Dispatch\" über Wasser halten, aber als er auch diesen Job verlor, war Curley dazu gezwungen auf der Straße zu leben und Hunger zu leiden.

Im September 1893 begann er für einen Promoter/Manager namens P.J. Carroll in Chicago zu arbeiten. Curley half dabei die Trainingshalle am Laufen zu halten und betreute Boxer. Da Carroll ziemlich faul war, nahm Curley´s Bedeutung in dem Unternehmen stetig zu. 1894 lernte Curley den damaligen Weltmeister im Weltergewicht Tommy Ryan kennen. Curley half ihm beim Training für viele seiner Kämpfe. 1896 zog Curley nach St. Louis um, und war dort als Boxpromoter tätig. Drei Jahre später zog es ihn zurück nach Chicago und er arbeitete wieder mit Ryan zusammen. 1901 wurde er der Chicago Korrespondent für eine landesweite wöchentliche Zeitung namens \"The Police News\", die sich mit der Zeitung \"Police Gazette\" um den ersten Platz in Sachen Kampfzeitschriften stritt. Dies verhalf Curley sich noch mehr in der Welt des Sportes zu etablieren. In den folgenden Jahren veranstaltete Curley viele Boxkämpfe mit Boxern wie Georde Gardiner, Jimmy Gardiner, Jim Flynn, George Carpentier und Jess Willard.

Man geht davon aus, daß das erste Wrestlingmatch, das Curly veranstaltete ein Match zwischen Frank Gotch und Fred Beell in Chicago am 26. April 1907 oder am 07. Februar 1908 war. Curley fand am Pro Wrestling Geschmack und wollte mehr davon.

1909 veranstaltete Curley Wrestling in Chicago mit dem Illinois Athletic Club. Er behauptete später auch, daß er für das Match zwischen Frank Gotch gegen Yussiff Mahmout am 14. April 1909 verantwortlich war, das 10.000 Zuschauer anlockte und für Einnahmen von 38.828 Dollar im Dexter Park Pavilion sorgte, sowie ein Match zwischen Gotch und Dr. B.F. Roller in Kansas City am 27. April des selben Jahres. Ein paar Monate später akzeptierte Curley den Posten des \"Athletic Director\" der Alasaka-Yukon Pacific Ausstellung in Seattle. Curley managte nun auch noch Dr. Roller und begann einen Kleinkrieg gegen einen anderen Promoter und Glücksspieler namens Ole Marsh (Joe Carroll), der 1901 schon dafür gesorgt hatte, daß sich Frank Gotch in Alaska einen Namen und viel Geld machte. Am Ende dieser Konfrontation landete Marsh im Gefängnis und Curley in einem Zug zurück Richtung Chicago. Curley schloß sich einer Gruppe von Investoren an, die versuchten den ehemaligen Boxchampion Jim Jeffries für einen letzten Kampf gegen den amtierenden Champion Jack Johnson aus seinem Ruhestand zu holen. Nachdem sie ihn überzeugen konnten, wurde er auf eine Promotour für den Kampf geschickt, die von Curley gemanagt wurde. Curley und Dr. Roller konnten sich den Kampf am 4. Juli 1910 nicht anschauen, da sie auf einem Schiff Richtung England unterwegs waren.

Ende des Jahres hatte Curley Hackenschmidt (siehe Bild) überzeugt, brachte ihn mit nach Amerika und fungierte als dessen Manager. Das am 4. September 1911 stattfindende Match zwischen Hackenschmidt und Gotch bewarb Curley als Kampf des Jahrhunderts und zog damit die meisten Zuschauer in der Geschichte des Wrestlings zu diesem Zeitpunkt: 35.000 Zuschauer bei Einnahmen von 87.053 Dollar. Der Rekord sollte 23 Jahre bestehen. Das Match ansich kam beim Publikum enttäuschend an. Hackenschmidt schien nicht in Form oder angeschlagen zu sein und Gotch gewann das Match mit zwei aufeinanderfolgenden Pinfalls. Trotz des großen Interesses um den Kampf herum, war das Wrestling in Chicago danach erstmal auf dem Abstellgleis.

Am 4. Juli 1912 veranstaltete Curley einen Box Weltmeisterschafts-kampf in Las Vegas zwischen dem ersten schwarten Weltmeister Jack Johnson und Jim Flynn. Dieser Kampf war wohl der erste Kampf dieser Dimension im Spielerparadies. Am 15. April folgte das berühmte Aufeinandertreffen von Johnson und Jess Willard in Havana, Kuba. Der weiße Willard besiegte den schwarzen Johnson und Curley wurde dafür bekannt den Kampf veranstaltet zu haben, bei dem der Titel wieder an einen Weißen wechselte.

Nach diesem Kampf managte Curley Willard und ließ ihn auf Jahrmärkten und bei Zirkussen zusammen mit Frank Gotch auftreten. Viele Fans glaubten, daß genau wie Gotch´s Wrestlingkämpfe der Kampf von Johnson und Willard manipuliert war (es existiert ein Foto auf dem der \"ausgeknockte\" Johnson nach dem Kampf vom Ring auf einer Trage weggeschafft wird und sich mit einem Arm vor der Sonne schützt). Willard erwies sich mit der Zeit als dickköpfig und unkooperativ und das Verhältnis zwischen ihm und seinem Manager mußte vor Gericht beendet werden, mit einer Zahlung von 10.000 Dollar an Curley.

Curley wurde von seinem ehemaligen Assistenten Jack Kearns (Manager von Jack Dempsey), Promoter Tex Rickard und den immer strikter werdenden Boxregeln aus dem Boxgeschäft gedrängt. Curley entschloss sich nur noch dem Wrestling zu widmen. Da er ein gutes Verhältnis zu Stanislaus Zbyszko hatte, konnte er sich die Dienste seines jüngeren Bruders Wladek gegen Ende des Jahres 1915 sichern. Er managte ebenfalls noch Yussif Hussane und Americus (Gus Schoenlein), zwei sehr bekannte Wrestler und Main Eventer ihrer Zeit. Am 27. Januar 1916 brachte Curley die neue Wrestlingsensation und Weltmeister Joe Stecher zum ersten Mal nach New York und wollte ein Match mit Zbysko auf die Beine stellen. Jedoch wurde Wladek vom Weltmeister im Griechisch-Römischen Ringen drei Tage vor dem anvisierten Match deutlich geschlagen und dabei verletzt. Curley mußte schnell einen Ersatz finden, und tat dies mit \"The Masked Marvel\" (Mort Henderson). Masked Marvel machte sich in einem internationalen Turnier im Dezember 1915 in der Metropolitan Oper in New York einen Namen. Das Stecher gegen Henderson Match war ein Erfolg und zog viele Leute aus der sozialen Oberschicht New York´s an, die noch nie zuvor ein Wrestlingmatch gesehen hatten. Curley hatte eine neue Heimat gefunden und sollte der dominierende Wrestlingpromoter in New York City bis 1937 bleiben.

Im Laufe des Jahres 1917 verastaltete Curley in New York und anderen Städten an der Ostküste, darunter auch Boston, mehrere Shows und benutzte meistens Zybysko gegen Ed \"Strangler\" Lewis Matches als Main Event. Am 4. Juli 1917 sorgten die beiden für die größte Zuschauerzahl bei Wrestlingkämpfen in Boston. Im Dezember veranstaltete Curley ein Turnier in New York, bei dem Lewis im Finale am 22. Dezember durch Wladek besiegt wurde. Zbysko erhielt dafür eine Version des Weltmeisterschaftstitel.

Bis zu dieser Zeit schien der Ausgang von Pro Wrestling Kämpfen eher in der Kontrolle der Manager von Wrestlern zu liegen. Über Sieg und Niederlage wurde durch die Beliebtheit entschieden und dadurch wieviel Gewinn man bei Buchmachern durch Wetten machen kann. Es ist gut möglich, daß die Einnahmen der Wrestler zu über 50% aus Wetten auf eigene Matches stammten und nicht aus Zuschauereinnahmen. Gegen Ende der 1910er Jahre war mit es mit dem Glücksspiel allerdings vorbei, denn die Öffentlichkeit und die Gesetzgeber wollten den Einfluß von Wetten auf den Ausgang von sportlichen Wettkämpfen eindämmen. Einer der einflußreichsten Wrestlingpromoter zu diesem Zeitpunkt war Gene Melady aus dem Mittleren Westen. Er veranstaltete berühmte Weltmeisterschaftskämpfe wie Charle Cutler gegen Joe Stecher (4. Juli 1915), Stecher gegen Ed Lewis (4. Juli 1916) und Stecher gegen Earl Caddock (9. April 1917).

Ende 1917 Anfang 1918 flaute der Wrestlingboom ab und die Zuschauer blieben fern. Am 8. Februar 1918 trafen sich daher die Promoter Gene Melady, Carl Marfigi, Oscar Thorson, Jack Curley und Otto Floto sowie Presseleute wie Ed Smith and Sandy Griswold. Curley schlug vor neue, an das Boxen angelegte Regeln wie Kämpfe mit Zeitlimit, Punktrichtern oder Matches mit einem Pinfall zu verankern. Curley´s Ideen wurden umgesetzt und auch beibehalten, wie die Matches mit einem Pinfall in New York, schlechtere Ideen verschwanden nach und nach aus dem Regelbuch. Auf jeden Fall hatte Curley in New York damit neues Interesse am Boxen erweckt.

Etwa im März 1918 reiste Curley in den Mittleren Westen und schloß Verträge mit Joe Stecher und Ed Lewis ab. Man muß dazu sagen, daß viele der bedeutensten Matches mit großen Zuschauermengen zu jener Zeit in kleinen Städten in Iowa, Kentucky und Nebraska stattfanden. Dieses Phänomen ist durch das große Interesse des ländlichen Publikums zu erklären und die Matches fanden meistens an besonderen Tagen wie dem 4. Juli oder dem Tag des Kentucky Derbies stat. Die Zusammenarbeit von Curley, Ed Lewis` Manager Billy Sandow und Joe Stecher´s Bruder und Manager Tony sollte gewährleisten, daß Wrestling auch in den großen Städten an der Ostküste groß rauskommt. Curley hatte so viele gute Leute unter Vertrag, daß er sie bei Bedarf an andere Promoter im Osten und Süden ausleihen konnte. Dass diese Zusammenarbeit zustande gekommen ist, hatte nicht zuletzt etwas Earl Caddock`s Unmut (geschürt durch Melady) den Weltmeisterschaftstitel zu verlieren bevor er nach Europa in den Krieg eingezogen wurde.

Aufgrund von Frank Gotch´s vielen Rücktritten und Comebacks konnte in dieser Zeit keinen wirklichen Weltmeister anerkannt werden. Die meisten sahen Stecher und dann Caddock als Champion, aber da Caddock in Europa im Krieg war, war die Situation noch undurchsichtiger. Das folgende Booking unterstützte dies noch. 1919 erhoben Wladek, Stecker, Lewis und sogar John Pesek Ansprüche auf den Titel. Ende 1919 veranstaltete Curley ein Turnier um mit diesen vier Kämpfern. Stecher besiegte Lewis, Wladek und Pesek und sollte am 30. Januar 1920 in einem Match der Superlative im Madison Square Garden auf den zurückkehrenden Caddock treffen. Stecher besiegte Caddock in einem Match, das nicht nur für ein volles Haus sorgte, sondern auch, im Gegensatz zu vielen anderen hochbeworbenen Matches dieser Zeit, die Erwartungen der Zuschauer erfüllte.

Ende der 1910er Jahre versuchte Curley wieder im Boxsport Fuß zu fassen und holte den französischen Boxer Georges Carpentier nach Amerika. Er rührte die Werbetrommel für einen Kampf zwischen Carpentier und Battling Levinsky am 12. Oktober 1920 in Jersey City. Der Kampf war ein Aufbaukampf für Carpentier um gegen Weltmeister Jack Dempsey antreten zu können. Die Rechte an diesem Weltmeisterschampfskampf sicherte sich allerdings Tex Rickard, da dieser vorhatte eine eigene Halle zu bauen, in der der Kampf stattfinden könne - ein Projekt von einer halben Million Dollar. Es entstand der erste Madison Square Garden. Curley vertrat Carpentier in den Verhandlungen mit Rickard und kümmerte sich um das ganze Drumherum des Kampfes.

Der Kampf vom 2. Juli 1921 sorgte das erste mal bei einer Veranstaltung für Einnahmen von über einer Million Dollar (1.789.238 Dollar um genau zu sein), bei 80.000 Zuschauern. Die Parallelen zwischen diesem Kampf und dem 1911er Gotch gegen Hackenschmidt Kampf sind interessant. In beiden Kämpfen traf ein gebildet wirkender Europäer auf einen ungehobelten, wenn auch übermächtigen Amerikaner. Bei beiden Kämpfen vertuschte Curley Schwächen seines Mannes (Hackenschmidt war verletzt und Carpentier war zu klein um gegen Dempsey eine faire Chance zu haben) indem er die Presse beim Training nicht zuließ. Bei beiden Matches sollte der Champion seinen Gegner mit durch das Match tragen. Dempsey ging mit Carpentier über vier Runden um genügend Filmmaterial von dem Kampf zu haben um ihn später in Kinos zeigen zu können, während man auch immer wieder hört, daß Gotch gegen Hackenschmidt durch drei Pinfalls hätte entschieden werden müssen. Und beide Kämpfe sorgten für Zuschauerrekorde in ihrer Sportart, Dank den Machenschaften von Jack Curley.

Das Wrestling lebte 1920 in New York City weiter auf und Curley promotete Matches mit u.a. Champion Joe Stecher, Ed Lewis, Earl Caddock, Wladek Zbyszko und der neuesten Entdeckung des Wrestlings und vielleicht das erste Sexsymbol im Profisport: Jim Londos (später auch als Golden Greek bekannt). Im Juli fand Curley dann heraus, daß sich Stecher bei einem Baseballspiel seines Teams in Dodge, Nebraska verletzt hatte. Stecher wurde zur Behandlung seiner Verletzung nach Excelsior Springs, MO geschickt und man entschied sich den Titel zu Ed Lewis wechseln zu lassen. Lewis und sein Manager Sandow haben den Titel wohl versprochen bekommen, da Stecher den Titel vorher tragen durfte und eben nicht Lewis. Auch vom Booking her machte diese Entscheidung Sinn, denn Lewis war der einzige der großen 4 in Curley´s Stall, der den Titel des Weltmeisters noch nicht halten durfte. Wie sich später herausstellen sollte, würde Curley diese Entscheidung noch bereuen sollen, aber nichts desto trotz kam es am 13. Dezember 1920 vor 8.000 Zuschauern (entspricht Einnahmen von 75.000 Dollarn) in New York City zu dem Match zwischen Lewis und Stecher und dem Titelwechsel.

Zu Beginn des Jahres 1921 konnte Lewis Caddock und Pesek bezwingen, aber seine Siegesserie riss am 6. Mai als The Strangler gegen den aus Europa zurückkehrenden, und offenkundig guten Freund von Jack Curley, Stanislaus Zbyszko den Titel verlor. Es ist nicht genau bekannt, wie diese Niederlage das Verhältnis zwischen Curley und Lewis/Sandow beeinflusste, aber es war auf jeden Fall angespannt, wie man in Zeitungen nachlesen konnte. Curley gelang es Lewis`s berühmten Headlock im Staate New York zu verbieten, aber auch vom Gesetzgeber her mußten einige Regeln geändert werden. Lewis drohte öffentlich damit New York zu verlassen oder sogar seine Karriere ganz zu beenden. Man wußte nicht, ob die Äußerungen von Lewis ernst gemeint waren, oder ob er nur seine Heel Persönlichkeit auslebte, auf jeden Fall war sein Manager Billy Sandow sehr unglücklich, daß Lewis den Titel nach nur fünf Monaten wieder abgeben mußte.

Am 28. November 1921 verlor Lewis ein Rematch mit Zybszko im Madison Square Garden unter Promoter Tex Rickard. Lewis, Sandow und Stanislaus zogen es in Erwägung sich von Curley und ihrem geschlossen Pakt abzuwenden. Bis auf zwei Kämpfe im Februar 1922 und eine Titelverteidigung 1924 gegen Pat McGill sollte Lewis schließlich auch New York fern bleiben.

1922 gab es Gespräche den Boxer Jack Dempsey zum Wrestling zu holen und ihn in Boxer gegen Wrestler Matches gegen Zbyszko und Lewis antreten zu lassen. Als Stanislaus den Titel am 22. März 1922 zurück an Lewis verloren hatte, sprachen alle nur noch von einem Traummatch der beiden größten Namen im goldenen Zeitalter des Sports: Dempsey gegen Lewis. Wenn man die Rekordeinnahmen von Boxen (die 1.789.238 Dollar für Dempsey gegen Carpentier) mit Wrestling (die 87.053 Dollar von Gotch gegen Hackenschmidt II) vergleicht, kann man sich vorstellen wie die Zahlen es einem Wrestler leicht machen können an so einem Match teilnehmen zu wollen. Lewis und Sandow unterschrieben bei Boxpromoter Rickard, der zusätzlich noch den Madison Square Garden managte. Curley hatte Probleme seine Promoterlizenz von der neu gegründeten New York State Athletic Commission zu bekommen und mußte sich um seine eigenen Geschäfte kümmern. Am 30. Dezember 1922 gab Lewis bekannt, daß das Match unter Dach und Fach ist und in Wichita stattfinden wird und er begann zu trainieren.

Am 7. Januar 1923 gab Promoter Tom Law die Regeln für dieses gemischte Match bekannt. Dempsey sagte er habe nichts unterschrieben, ist aber für den Kampf bereit. Nachdem ein Jahr vergangen war und statt Fäuste nur Worte geflogen waren, trennten sich Sandow sowie Dempsey´s Leute von Rickard und versuchten das Match ohne ihn auf die Beine zu stellen. Nachdem zwei Jahre vegangen waren veranstaltete Dempsey´s Manager einen Kampf seines Schützlings gegen Tom Gibbons in Shelby, Montana am 4. Juli 1923. Das Match endete nach 15 Runden als Skandalurteil für Dempsey und war ein Flop. Nur 7,202 Zuschauer wollten das Match sehen und die Kosten konnten nicht gedeckt werden. Shelby hatte für den Kampf eine Einlage von 300.000 Dollar geleistet, die sie nicht zurück bekam. In Folge dessen gingen die Stadt und zwei Banken pleite. Rickard erhielt wieder die Kontrolle über Dempsey und erreichte am 14. September 1923 mit dem Match Dempsey gegen Firpo ein zweites Match mit Einnahmen über einer Million Dollar. Das Match zwischen Lewis und Dempsey fand nie statt, obwohl noch Jahre lang darüber gesprochen wurde. Das Wrestling hatte eine Möglichkeit für viel Geld verpasst.

Obwohl Curley mit dem Abgang von Lewis seinen größten Publikumsmagneten und den Weltmeisterschaftstitel verloren hatte, kämpfte er weiter mit Tex Rickard um die Vormachtstellung im New Yorker Wrestling und gewann. Am 29. Dezember 1923 erhielt Tex Rickard keine Lizenz mehr um om Madison Square Garden Wrestling zu veranstalten. Curley erhielt einen Monat später von der Kommission eben solch eine Lizenz und Rickard zog sich endgültig vom Wrestling zurück. Einige Leute behaupten aus Rache hätte Rickard Curley nicht im Madison Square Garden veranstalten lassen, bis das neue Gebäude 1928 eröffnet wurde. Jedoch war der Wrestlingboom wieder etwas abgeflacht und Curley hatte selbst Probleme das kleinere Seventy-First Armory zu füllen. Das Veranstalten im Madison Square Garden hätte sich für Curley also gar nicht rentiert.

Im Jahr 1923 beschränkten sich Curley´s Aktivitäten nicht nur auf´s Wrestling. Er veranstaltete eine Promotour für den Schauspieler Rudolph Valentino, nachdem der Filmstar Paramount nach einem Streit ob seine Frau im Studio anwesend sein darf oder nicht gekündigt hatte. Curley hatte seine Finger ebenfalls noch beim Tennis, Schwimmen und sogar bei der Oper im Spiel.

Ohne den Weltmeistertitel verloren Curley´s Veranstaltungen 1923 und 1924 an Glanz und Baseball, Boxen und viele andere Sportarten die auf dem Vormarsch waren, stellten eine harte Konkurrenz dar. Lewis formierte das sogenannte \"Gold Dust Trio\" mit seinem Manager Billy Sandow und seinem Freund und ehemaligem Trainingspartner Toots Mondt. Sie veranstalteten im Mittleren Westen recht erfolgreich. Solange der Titel in Händen von richtigen Wrestlern blieb, konnte dem Gold Dust Trio nicht viel passieren und niemand rechnete mit irgendwelchen Betrügereien untereinander. Ende 1924 hatte Lewis nach zweieinhalb Jahren als Champion alle namhaften Herausforderer wie Stan Zbyszko, Toots Mondt, Jim Londos und John Pesek besiegt. Ein neuer Herausforderer war von Nöten, und Sandow hatte die Idee den hühnenhaften Footballspieler \"Big\" Wayne Munn als Herausforderer aufzustellen.

Am 8. Januar 1925 applaudierten die Fans in Kansas City lauthals, als Munn Lewis einen Bodyslam verpasste und sich den Weltmeisterschaftstitel sicherte. Curley und seine Partner Tony Stecher und Tom Pack haben wohl auch applaudiert als sie diese Nachrichten gehört haben. Sandow wollte mit dem Rückkampf am 30. Mai 1925 (Decoration Day) in Michigan City, Indiana einen neuen Zuschauerrekord aufstellen. Seine Pläne wurden allerdings am 5. April 1925 in Philadelphia durchkreuzt. Munn verteidigte seinen Titel gegen Stan Zbyszko - Tony Stecher konnte Stan davon überzeugen in dem Kampf ernst zu machen und Munn entgegen des eigentlich geplanten Endes zu besiegen. Genau dies tat Zbyszko auch und er verließ den Ring als neuer Weltmeister. Im Nachhinein kann man das Vertrauen des Gold Dust Trio in Zbyszko als fahrlässig werten, denn das sehr freundschaftliche Verhältnis der Familie zu Jack Curley war bekannt. Das Gold Dust Trio hatte Stan durch mehrere Niederlagen konsequent demontiert, und das war seine Art sich zu rächen. Am 30. Mai 1925 verlor Zbyszko den Titel an Curley´s Wunschchampion Joe Stecher in St. Louis.

Von diesem Zeitpunkt an bis 1927 entwickelten sich die bis in die 1980er Jahre bekannten Territorien. Curley arbeitete mit Tony Stecher, Tom Pack, Lou Daro und diversen Promotern im Süden zusammen. Champion Joe Stecher tourte durch das Land und verteidigte seinen Titel.

Ed Lewis, der den Rückkampf gegen Munn am selben Tag gewann an dem Stecher Zbyszko besiegte blieb der größte Namen im Wrestling. Die Promotion des Gold Dust Trio´s verlor den Großteil ihrer besten Wrestler und ihren Einfluß, aber eines blieb bestehen: Der Wunsch nach einem Match zwischen Lewis und Stecher. Zwischen 1925 und 1928 war dieses Match in aller Munde. Stecher bereitete sich langsam auf seinen Abschied aus dem Pro Wrestling vor und wollte seinen Lebensabend als Farmer bestreiten. Er einigte sich mit Sandow und das Match konnte am 20. Februar 1928 in St. Louis über die Bühne gehen und mit Lewis gab es einen neuen Weltmeister. Curley hatte diesem Wechsel nicht zugestimmt und in New York erkannte man diesen Wechsel auch nicht an, außer er sei bereit gegen den 280 Pfund schweren Hans Steinke anzutreten. Dazu war Lewis aber nicht bereit.

Paul Bowser, ein in Boston beheimateter Promoter versuchte auch an Curley´s Dominanz im Osten zu rütteln. Am 4. Januar 1929 kaufte Bowser den Weltmeisterschaftstitel von Lewis und Sandow. In Boston verlor Lewis den Titel an einen ebenfalls ehemaligen Footballer namens Gus Sonnenberg. Sonnenberg mag sehr beliebt in Boston gewesen sein, aber seine wrestlerische Klasse reichte nicht an Namen wie Stecher und Lewis heran.

Curley konterte indem er eine Allianz mit Toots Mondt (der nach einem Streit Sandow´s Gruppe verlassen hatte), Max Baumann und dem in Pennsylvania ansässigen Promoter Ray Fabiani. Mondt war jemand, der gerne mal die Wahrheit zu seinen Gunsten streckte. Er behauptete immer Partner von Curley gewesen zu sein, aber aus Geschäftsunterlagen ging später heraus, daß er für Curley neben Leuten wie Rudy Miller und Jack Pfeffer gearbeitet hat. Die Arbeitsaufteilung sah wiefolgt aus: Curley war der Promoter und Boss, Mondt war für das Booking zuständig, Miller veranstaltete kleinere Shows in der Ridgewood Grove Arena in Brooklyn und Pfeffer war als Talentsichter (vor allem in Europa) unterwegs und kümmerte sich um die Finanzen.

Mondt, Pfeffer und Miller hatten auch jeweils Wrestler unter Vertrag. Sie begannen zwei neue Gesichter zu pushen. Eines war Dick Shikat, ein Wrestler, der aus Deutschland stammte und von Toots gemanagt wurde und das andere war der weiter oben erwähnte Jim Londos. Londos war wegen seines Aussehen (Stichwort Sexsymbol) ein sehr beliebter und gern gesehener Wrestler und wohl derjenige im Kreise der Nicht-Weltmeister, der am meisten Publikum anzog. Der einzige Grund, wieso er in den 20er Jahren nie den Titel bekam lag an seinem Gewicht, das nur 190 Pfund betrug - man dachte ein Sieg von Londos über einen körperlich überlegenen Wrestler wie Lewis oder Stecher sei unglaubwürdig. Aber nach dem Titelgewinn von einem kleineren Nicht-Wrestler wie Sonneberg lösten sich die Vorbehalte gegen Londos langsam auf. Curley gelang es in diesem Jahr auch, daß Sonnenberg der Titel für New York, Pennsylvania und von der National Boxing Association aberkannt wurde, da Sonnenberg den Titel nicht gegen anerkannte Herausforderer verteidigte. Am 23. August 1929 gewann Shikat den Titel in einem Match gegen Londos. Aber da man Londos` Beliebtheit nicht mehr länger ignorieren konnte, durfte er den Titel in einem Rückkampf am 6. Juni 1930 in Philadelphia gewinnen.

Londos als Champion machte sich bezahlt, denn es läutete eine der erfolgreichsten Zeiten in New York´s Wrestlinggeschichte ein. Am 14. Mai 1930 kamen zu einer Veranstaltung mit dem Hauptkampf Joe Stecher gegen Joe Malcewicz 2.000 Fans in den Madison Square Garden. Londos` erste Titelverteidigung am 17. November 1930 lockte über 20.000 Zuschauer in den Garden. Mit Londos als Champion pendelten sich die Zuschauerzahlen bei durchschnittlich 17.000 Zuschauern ein. Am 26. Januar 1931 kamen zu einem Londos gegen McMillen Match 22.200 Zuschauer bei Einnahmen von 59.496 Dollar. Ein gern gesehener Gegner von Londos war Ray Steele, und ein Match der beiden im Yankee Stadium am 29. Juni 1931 lockte 21.000 Fans an und sorgte für Einnahmen von 63.000 Dollar. Curley setzte sich auch für viele gute Zwecke ein wie den \"Mrs. Hearst\'s Milk Fund\" oder die \"The House of Calvary\" (eine Krebsklinik) um sein Image aufzupolieren und neue Zuschauer anzuziehen. Das verschaffte ihm nebenbei auch einen sehr guten Ruf in der oberen Gesellschaft von New York City.

Zu Beginn der 30er Jahre baute Curley seine Pläne im Tennis aus. Er überredete die Tennislegende Bill Tilden vom Amateurlager zu den Profis zu wechseln und erschuf eine \"Pro Tennis Tour\", die mit Tildan als Star durch das ganze Land tingeln. Im August 1931 reiste Curley nach Europa und versuchte den französischen Tennisstar Henri Cochet für seine Tennis Tour zu gewinnen, scheiterte aber.

Curley´s Wrestling Promotion erlitt Ende Februar 1932 einen herben Dämpfer. Toots Mondt fand heraus, daß Londos und sein persönlicher Manager Ed White versuchten bei der New York State Athletic Commission durchzusetzen, daß Mondt seinen Status als Londos` Manager verliert. Londos hatte es satt Toots einen Teil seiner Einkünfte zu zahlen. Toots sah nicht tatenlos zu und wollte den Titel zurück bei Shikat haben (den er managte) und ließ Londos einen Vertrag unterzeichnen, der besagte er müsse den Titel gegen den Gewinner des Matches Shikat gegen Sammy Stein gewinnen. Zu dem Zeitpunkt wurde Londos gesagt, daß Stein das Match gewinnen würde, als dieses Booking aber geändert wurde und Shikat gewinnen sollte, roch Londos Lunte und verließ New York.

Als er merkte, daß er sein größtes Zugpferd verloren hatte, wandte sich Toots an seinen alten Freund Ed \"Strangler\" Lewis. Er kaufte ihn aus seinem Vertrag mit Paul Bowser heraus. Toots und Curley brachten Lewis zurück nach New York und bewarbei ein Shoot Match zwischen Lews und Dick Shikat am 9. Juni 1932. 25.000 Leute kamen um Lewis wieder zu sehen und er konnte Shikat besiegen. Da sich Landos in der Folge weitgerte gegen Lewis anzutreten, sprach man ihm für New York den Weltmeisterschaftstitel ab. In anderen großen Städten wie Chicago, Philadelphia, Los Angeles, Toronto und St. Louis wurde er weiterhin anerkannt. Londos vermisste New York weniger, als die Metropole ihn. Nach dem ersten großen Kampf wollte kaum noch jemand den total aus der Form gekommen Lewis sehen. Als er am 10. Oktober 1932 Ed Lewis um die Anerkennung als Weltmeister im Raum New York kamen nur 5.000 Zuschauer in den Madison Square Garden. Mondt´s Geiz hatte ihm und Jack Curley´s Wrestlingflaggschiff einen Schlag versetzt, von dem es sich nie wieder komplett erholen sollte.

Nach dem Lewis Flop ging der Titel am 21 Februar 1933 an Jim Browning vor ebenfalls 5.000 Fans im Madison Square Garden. Browning merkte man an, daß er im Ring immer sein bestes gab und die Zuschauerzahlen gingen wieder nach oben, aber bei weitem nicht in die Regionen der Jahre zuvor. Curley einigte sich auf eine Zusammenarbeit mit Paul Bowser, der sowohl Browning als auch den AWA Weltmeister Ed Don George managte. Londos, der landesweit immer noch für großes Zuschauerinteresse sorgte, kehrte für eine Show der Johnson Brüder (Charlie und Willie), nach New York zurück. Diese Show wurde durch die Promoter Tom Packs (St. Louis) und Ray Fabiani (Philadelphia) unterstützt. Der Kampf um den Austragungsort New York City war eröffnet. Curley´s Mannen schienen dabei die Oberhand zu behalten, aber jede Partei mußte viel Geld investieren. Im November 1933 einigte man sich schließlich auf eine Zusammenarbeit. Curley, Packs, Ed White, Bowser, Fabiani und Mondt waren nun Partner und ihr Wirkungsgebiet ging von der Ost- bis zur Westküste und man einigte sich darauf den Gewinn der Veranstaltungen zu gleichen Teilen aufzuteilen.

Jim Londos beteiligte sich aber nicht an diesem Deal, aber ihm wurde wurde eine lange Regentschaft als Champion versprochen. Die Promoter gingen sogar so weit ihm 50.000 Dollar zu geben, die er behalten kann, wenn er unter den Promotern ein Match verlieren müßte. Daran kann man ganz klar den Stellenwert den Londos für die Promoter hatte - im Gegensatz zum späteren NWA Titel, für den die Wrestler Geld hinterlegen mußten um ihre Leistung zu garantieren.

Die einzigen, die von der Absprache der Promoter nicht profitierten, waren Jack Pfeffer und die Johnson Brüder. Pfeffer wurde 1933 von der Londos Gruppe überredet Curley in den Rücken zu fallen und sich ihnen anzuschließen. Als dann der Friede geschlossen wurde, stand Pfeffer ohne Freunde und ohne Macht da. Pfeffer schwor den anderen Rache - und die kam auf verschiedene Art und Weise. Er versuchte zum Beispiel ihren Ruf bei der New York State Athletic Commission kaputt zu machen. Doch am effektivsten waren seine Bemühungen den Wrestlingehrencodex zu brechen indem er viele Geheimnisse des Wrestlings und Internas an die Presse und Öffentlichkeit weitergab. Dass im Wrestling alles abgesprochen ist, war den Journalisten und meisten Fans nichts Neues, aber Pfeffer teilte sich mit so einem geballten Zynismus mit, daß sich die Fans dumm vorkommen konnten, wenn sie diesen \"Sport\" verfolgten. Die Sportpresse nahm bald davon Abstand Wrestlingveranstaltungen zu bewerben. Pfeffer schlug eine neue Bahn ein, wie schon Al Haft vor ihm und begann Light Heavyweight Kämpfe zu veranstalten.

Am 25. Juni 1934 pinnte Londos Jim Browning nach acht Bodyslams im Madison Square Garden Bowl und wurde nun auch wieder in New York als Weltmeister anerkannt. Diese Veranstaltung zog 20.000 Fans an und sorgte für Einnahmen von 40.000 Dollar. Für eine kurze Zeit lockte Londos die New Yorker Zuschauer wieder an, aber genau so schnell schwand das Interesse auch wieder. Die schweren Attacken, zuerst von Mondt und später von Pfeffer hatten Londos und dem Wrestling in New York geschadet.

1934 ging es Curley gesundheitlich nicht gut. Im Juli mußte er sich einer schweren Operation unterziehen. Als er sich im Krankenhaus davon erholte, bekam er besuch von einem alten Freund: Jack Dempsey.

Ende 1934 lief das Geschäft in New York so schlecht, daß Toots Mondt nach Los Angeles zog. Unter der Leitung von Lou Daro war Los Angeles 1934 die Wrestling Hauptstadt in den USA. Der Wrestlingboom hielt überall in den USA und Kanada an - New York bildete die einzige Ausnahme.

Veränderungen mußten her. Zuerst arbeiteten Curley und seine Partner Pläne aus, damit Londos den Titel an AWA Champion Ed Don George verliert, aber Paul Bowser hatte eine bessere Idee. Da es gerade 1934 in war Ire zu sein und die Iren weit verbreitet waren, kreierte Bowser aus Danno O\'Mahoney, einem Ringer aus Dublin einen neuen Wrestling Star. Man einigte sich darauf O\'Mahoney als neuen und einzigen Weltmeister einzusetzen, und so besiegte er am 27. Juni 1935 Londos und 31. Juli 1935 George. O\'Mahoney war zwar kein zweiter Jim Londos, aber mit ihm gingen die Ticketverkäufe wieder in die Höhe. Aber es kam zu einem weiteren unvorher-gesehenen Ereignis. Am 2. März 1936 hinterging Dick Shikat O\'Mahoney während ihres Matches im Madison Square Garden und stahl den Titel. Dahinter steckten Pfeffer und Haft.

Curley und seite Partner verstanden keinen Spaß mehr und zerrten Shikat vor Gericht. Der Prozess begann im April 1936 in Columbus, Ohio und Curley wurde als erster Zeuge mit dem Zusatz \"der führende Sportpromoter des Landes\" aufgerufen. Der Prozess kam allerdings nie richtig in die Gänge, da Shikat am 24. April den Titel in Detroit an Ali Baba verlor. Pfeffer, Haft, die Johnson Brüder und Detroit Promoter Weismuller setzten ein Rückmatch zwischen Baba und Shikat am 5. Mai im Madison Square Garden an und lockten 4.000 Zuschauer an. Der Madison Square Garden durfte mittlerweile von jedem Promoter benutzt werden, der die 3.500 Dollar Miete bezahlen konnte.

Zu dieser Zeit kam Toots Mondt zurück und sprach sich mit Pfeffer ab um Haft und seinen Champion Baba zu hintergehen. Am 24. April 1936 arrangierte es Mondt, daß der Referee Baba in einem Match gegen Pfeffer´s Wrestler David Levin disqualifizierte. Toots zahle Pfeffer anschließend 17.000 Dollar für den Vertrag des neuen Champions. Das alte Trio Toots, Pfeffer und Curley war wieder vereint.

Das zerstörte die große Partnerschaft endgültig. Bowser beendete die Geschäftsbeziehung mit Curley und nahm seinen Weltmeister Danno O\'Mahoney mit zurück nach Boston. Haft und Tom Pack ließen Ali Baba die Reste seines Anspruchs auf den Weltmeisterschaftstitel (Ohio und St. Louis) an Everett Marshall verlieren. Toots Mondt brachte Levin nach Los Angeles, wo er ihn gegen den dortigen Herausforderer mit Weltmeisterschaftsanspruch Vincent Lopez antreten ließ. Die Tage in denen es einen unangefochtenen Weltmeister gab, waren vorbei.

Da die Zuschauerzahlen wegen dem Columbias Prozess immer noch gering waren, veranstaltete Curley 1936 nicht mehr im Madison Square Garden und auch nicht im Seventy First Regiment Armory, sondern in einem New Yorker Gebäude namens Hippodrome, das bisher für Musicals bekannt war. Es wurde extra für Wrestling umgebaut und bot 9.000 Zuschauern Platz. Das Armory Gebäude war zu weit abgelegen in Downtown und der Madison Square Garden war zu groß und teuer. Curley plante 1937 dreißig Shows im Hippodrome zu veranstalten, aber seine Pläne wurden durch seinen Tod zerstört.

Jack Curley verstarb am 12. Juli 1937. Er hinterließ eine Frau namens Bessie und zwei Kinder mit den Namen Jack und Jean. Er wurde im Nassau Knowles Friedhof in Port Washington, Long Island begraben.

Vor seinem Tod hatte Curley Pläne gemacht das New Yorker Gebiet zwischen allen großen Promotern aufzuteilen. Die größte Arena, der Hippodrome, sollte an seinen Sohn Jack Curley Jr., Jack Pfeffer und Paul Bowser gehen. Aber schon wenige Tage nach seinem Tod, hielt sich eine Gruppe von Promotern bestehend aus Ray Fabiana, Rudy Dusek und Curley´s altem Freund Toots Mondt nicht mehr an seine Wünsche. In New York war ein neuer Kampf um die Vormatchstellung im Wrestling ausgebrochen.

Jack Curley schien der geborene Wrestling Promoter gewesen zu sein. Er war ein Kosmopolit, er war gebildet und er war ein Geschäftsmann. Er fühlte sich in der New Yorker High Society genau so wohl wie in den Zeitungsbüros in San Francisco oder den Straßen von Chicago. Er erweckte immer den Eindruck ein gutmütiger Mensch zu sein. Er unterstützte wohltätige Einrichtungen und im Gegensatz zu anderen Größen der Wrestlingwelt versuchte er nie sich persönlich für etwas zu rächen.

Sein gutes Wesen war wahrscheinlich der Schlüssel zu seinem Erfolg. Er wußte wie er Publicity für seine Shows bekommt und hat sich immer an seine Zeit bei der Zeitung erinnert. Er war mit dafür verantwortlich, daß das Ring Magazine über Wrestling berichtete, als der Boom einsetzte. Er war so eine bedeutende Figur, daß sie seine Memoiren über 24 Ausgaben hinweg publizierten. Seine Einstellung zum Wrestling, es als das zu behandeln, was es ist: Unterhaltung, aber er brach nie das \'Kayfabe\' - selbst als er unter Eid stand. In seinem Nachruf im Ring Magazine sagte der Author, seine einzige Schwäche sei es gewesen Geschäftspartnern wie Jack Kearns, Tex Rickard, Jess Willard, Billy Sandow, Jim Londos, Jack Pfeffer und Toots Mondt zu vertrauen und seine Geschäfte leiten zu lassen. Das mag teilweise wahr sein und Mondt´s Geschäftsgebahren in den 30ern haben ihn viel Geld gekostet. Die einzigen beiden Promoter, die man auf einer Stufe mit Jack Curley nennen kann, tragen den Nachnamen McMahon.
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ecw forever schrieb am 02.09.2007:
[10.0] "Absolute 10. Jetzt weiss ich wiedermal ein Stück mehr über die entwicklung des Wrestlings."

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