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Tatanka: Das Comeback des Großen Büffels

Personalie

Veröffentlicht am: 12.02.2006, 00:00 Uhr
Kategorie: Personalie
Verfasser: The Mountie
Liga: World Wrestling Entertainment
Was macht eigentlich… Tatanka? Der indianische Superstar dürfte wohl der Rekordhalter sein, was diese Frage angeht. Viele, viele Monde - genauer gesagt ein ganzes Jahrzehnt - ist es inzwischen her, dass Tatanka zum letzten Mal im regulären WWE-Programm zu sehen war und doch hat ihn scheinbar niemand vergessen. Bei seinem Comeback im Royal-Rumble-Match stimmte die ganze Halle einen Kriegsgesang für ihn an – ein echter Gänsehautmoment.

In der WWF hat Tatanka zwar nie einen Titel getragen, dennoch dürfte ihm ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher sein. So lange wie er blieb nämlich kein anderer Wrestler im modernen Mainstream-Wrestling unbesiegt – auch nicht der ehemalige WCW-Überflieger Bill Goldberg.

Tatanka gehört zum Stamm der Lumbee, dem etwa 48.000 Menschen angehören, die zum großen Teil im Bundesstaat North Carolina wohnen. Wie alt Tatanka ist, weiß niemand so recht. Die Angaben über sein Geburtsjahr schwanken zwischen 1960 und 1968, wobei seine Vita darauf hindeutet, dass er eher älter statt jünger als vierzig ist.

Keine Lust auf NFL

Vor seiner Wrestlingkarriere war Chavis ein erfolgreicher Bodybuilder und ein talentierter Footballer. Er absolvierte Ende der Achtziger mehrere Probetrainings bei NFL-Clubs und bekam sogar ein Vertragsangebot von den Miami Dolphins. Er schlug es jedoch aus, weil sein Job als Manager eines Fitnessclubs einträglicher war. Ins Wrestlinggeschäft geriet Chavis, als er bei der Suche nach Tapes den lokalen Promoter Bobby Rogers kennen lernte. Rogers stellte Chavis einem legendären Fast-Namensvetter vor: Dem originalen „Nature Boy“ Buddy Rogers.

Chavis erlernte die Grundfertigkeiten des Sports in der Monster Factory von Larry Sharpe und wurde kurz darauf von dem früheren WWF-Booker George Scott für dessen gerade gegründete Promotion NAWA verpflichtet. Als War Eagle trat er zu Beginn der Neunziger an der Seite illusterer Persönlichkeiten wie Ricky Steamboat und Wahoo McDaniel an und beförderte sich schnell ins Notizbuch der WWF-Talentsichter.

Als er dann schlussendlich von der McMahon-Company engagiert wurde, begann seine Siegesserie mit Erfolgen gegen Edeljobber wie Kato, Skinner, Barry Horowitz und den Brooklyn Brawler. Damals trat er noch unter seinem richtigen Namen an, den man jedoch schnell in Tatanka änderte – was in der Sioux-Sprache so viel wie „Großer Büffel“ bedeutet. Die erste größere Fehde bestritt Tatanka gegen den Routinier Rick Martel, der für ihn hinter den Kulissen ein wichtiger Lehrmeister war. „The Model“ wagte es, dem Indianer einige seiner Federn zu stehlen, um damit seine Garderobe aufzuhübschen.

Finsterer Finne stoppt den Siegeszug

Auch spätere Fehden hingen sich daran auf, dass Heels die Indianerehre beschmutzten: Bam Bam Bigelow schnitt dem ausgeknockten Tatanka ein Büschel seines rot gefärbten Haars ab, das für die Tapferkeit und den Blutzoll der amerikanischen Ureinwohner stehen sollte. Der Steuereintreiber Irwin R. Schyster nahm Tatanka gar den prächtigen Federschmuck ab, den er zuvor von Lumbee-Häuptling Little Turtle sowie den indianischen Legenden Chief Jay Strongbow und Wahoo McDaniel überreicht bekam – Tatanka vergaß nach Schysters Interpretation, die fällige Schenkungssteuer zu verrichten. Den Siegeszug des Indianers konnten aber weder Bigelow noch IRS stoppen.

Tatankas Serie endete nach fast zwei Jahren schließlich recht unrühmlich: Ende 1993 schaffte es Ludvig Borga mit unfairen Mitteln, den Indianer in die Knie zu zwingen. Nach dem Match ließ der finnische Bösewicht außerdem den damaligen WWF Heavyweight Champion Yokozuna auf Tatanka los, der ihn mit mehreren Banzai Drops außer Gefecht setzte. Das ärgerliche dabei: Zu dem geplanten Rückkampf gegen Borga bei Royal Rumble 1994 kam es nicht, weil der Finne vorher die WWF verließ – heute sitzt er für eine ultrarechte Partei im Parlament seines Heimatlandes.

Im Sommer 1994 begann Tatanka ein Programm mit Lex Luger. Er trat vor die Kamera und zeigte sich besorgt darüber, dass sein Freund mit der Million Dollar Corporation von Ted DiBiase verhandeln würde. Er forderte den All American Hero deshalb zu einem Match beim Summer Slam heraus. Tatanka gewann das Aufeinandertreffen mit unfairen Mitteln und verbündete sich danach selbst mit DiBiase. Er umarmte den Million Dollar Man, verprügelte Luger und stopfte dem Man Made in the USA sogar noch ein paar Geldscheine in den Mund. Es war einer der besten und cleversten Heelturns aller Zeiten, wie er heute in der Internet-Ära wohl kaum noch möglich wäre.

Familie ging vor

Paradoxerweise ging es nach dem Aufsehen erregenden Sinneswandel bergab mit Tatankas WWF-Karriere. In der Million Dollar Corporation kam er trotz des spektakulären Starts niemals recht zur Geltung. Außerdem geriet er ins Doghouse, als er angeblich zusammen mit den Heavenly Bodies in einem Backstagevorfall verwickelt war, bei dem einer jungen Frau gegen ihren Willen eine Glatze rasiert wurde – wobei sich zumindest Tatanka letztlich als schuldlos entpuppte.

Im Jahr 1996 schließlich trennten sich die Wege von Tatanka und der WWF. Tatanka hatte genug auf die Seite gelegt um sich über zwei Jahre eine komplette Auszeit vom Wrestling zu gönnen und mit seiner Frau Michelle eine Familie zu gründen. In den vergangenen Jahren tingelte Tatanka durch die Independents – was er weniger als Job, sondern vielmehr als spirituelle Mission verstand. Der streng gläubige Chavis wollte möglichst viele seiner Kollegen mit dem christlichen Glauben in Berührung bringen.

Völlig unerwartet tauchte Tatanka im Sommer 2005 wieder im WWE-Program auf. Er agierte dabei als Überraschungsgegner von Eugene bei dessen Parodie von Kurt Angles Invitational Challenge. Am Ende jedoch verbündete er sich mit dem Publikumsliebling, um Angle zu vertreiben. Bald darauf verkündete Tatanka, dass er einen Zweijahresvertrag bei der McMahon-Company unterzeichnete. Seit dieser Woche ist Tatanka wieder Vollzeit für die WWE aktiv. Ob daraus jedoch mehr werden kann als ein kurzweiliger Nostalgie-Trip, kann nur die Zeit zeigen.
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
LexLuger4ever schrieb am 01.04.2008:
[8.0] "Der Text über ihn ist gelungen! Leider war sein zweiter Run ziemlich mies. Aber der Turn zur Million Dollar Corporation war damals echt genial, als alle dachten, Luger habe sich verkauft und Tatanka ihm dann beim Summerslam 1994 die Geldscheine in den Mund steckte - da hatte der Million Dollar Man mal wieder zugeschlagen und Tatanka war der eigentliche Übeltäter. "

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