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Rob Van Dam: Der ewige Midcarder springt durch die Glasdecke

Personalie

Veröffentlicht am: 12.06.2006, 00:00 Uhr
Kategorie: Personalie
Verfasser: The Mountie
Liga: World Wrestling Entertainment
Wenn man sich vor nicht allzu langer Zeit überlegt hätte, wie wohl ungefähr jetzt die Heavyweight Champions der WWE heißen würden: Es wäre wohl kaum ein realistischer Zeitgenosse noch auf den Namen Rob Van Dam gekommen. Die ECW-Kultfigur galt als das Musterbeispiel des ewigen Upper Midcarders, als derjenige, dem auf dem Weg zur Spitze immer kurz vor dem Ziel der Sprit ausgeht – oder, je nach Lesart, der Sprit abgelassen wird. Auch wenn RVDs Sieg über John Cena beim One Night Stand kontrovers war und den WWE Heavyweight Title als solchen wohl nicht lange halten wird: 17 Jahre, nachdem Rob Van Dam das erste Mal vor einer WWE-Kamera stand, hat er nun endlich den Gipfel erklommen.

Van Dams Mehr-oder-weniger-Debüt ging in den späten Achtziger Jahren über die Bühne. Als die damalige WWF in seiner Heimatstadt Battle Creek im Bundesstaat Michigan gastierte, war unter anderem der Million Dollar Man Ted DiBiase vor Ort, der die Angewohnheit hatte, Fans aus dem Publikum Geld dafür zu bezahlen, demütigende Dinge zu tun. In Battle Creek traf es den 18-jährigen Robert Szatkowski, der für 100 Dollar die Füße der Heel-Legende küsste.

Die DiBiase-Episode taugt nicht als Metapher für die spätere Laufbahn der „Whole F’n Show“: Im wahren Leben küsst er weder die Füße noch andere Körperregionen einflussreicher Persönlichkeiten. Er gehört zu der Sorte Mensch, die ihre Meinung sagt und dabei keine Rücksicht darauf nimmt, wen man damit vor den Kopf stößt – was wohl sein größtes Karriere-Hindernis darstellt.

Spagate und andere Kunststücke

Kurz nach dem Fußkuss begann Szatkowski selbst aktiv in den Ring zu steigen. Unter die Fittiche genommen wurde er vom legendären Original Sheik, seines Zeichens eine Art Urvater des Hardcore Wrestling. Zeitweise wohnte Szatkowski sogar mit dem Onkel seines späteren ECW-Kollegen Sabu unter einem Dach. Als Rob Zakowski kam der Jungspund in Jerry Lawlers USWA unter, wo er den Promoter Ron Slinker traf, der ihn später in Rob Van Dam umtaufen sollte.

Der Künstlername ist natürlich eine Anspielung auf Jean-Claude Van Damme, an dessen Kampfstil der von RVD auch deutlich erinnert. Wie sein belgisches Pendant ist Van Dam Martial-Arts-Spezialist: In seiner Jugend war er ein talentierter Kickboxer, tat sich aber auch als Ringer und Gewichtheber hervor. In letzterer Disziplin schrieb Van Dam später sogar ein kleines Stück Geschichte, als er den „Van Dam Lift“ erfand – eine Spezialdisziplin, in der man eine Hantel auf Hüfthöhe stemmt, während man zwischen zwei Bänken einen Spagat ausführt. Mit 76 gehobenen Kilogramm ist Van Dam auch bis heute Rekordhalter bei seiner Eigenkreation.

Nach einem kurzen Intermezzo in der WCW, wo er als Robby V ein paar Überraschungssiege gegen Undercard-Heels wie Scotty Flamingo – den späteren Raven – einfahren durfte, ging Van Dam nach Japan, um seine Fähigkeiten weiter zu verfeinern. Dazu drehte er auch ein paar nicht weiter erwähnenswerte Actionfilme. Seinen Durchbruch feierte er allerdings erst, als er 1996 bei Paul Heymans ECW anheuerte. Mit seinem kaum verhohlenem Kiffer-Charakter, seinem ebenso unorthodoxen wie athletischen Kampfstil und vor allem seinen Holy-Shit-Spots erarbeitete sich die „Whole F’n Show“ schnell eine treue Fangemeinde.

Verletzung ruiniert die Liga

Seine Fehde und anschließende Partnerschaft mit Sabu etablierte RVD als ernstzunehmende Kraft in der ECW. Unterbrochen von einem kleinen Run in der WWF – „Mr. Monday Night“ nahm an einer ECW-Invasion teil, die letztlich nirgendwohin führte – arbeitete er sich Stück für Stück an die Spitze der Bingohallen-Liga. Im Mai 1998 holte er sich den ECW World Television Title und behielt ihn für die Rekordzeit von einem Jahr, elf Monaten, 18 Tagen, zwei Stunden und 42 Sekunden.

RVD war der natürliche Kandidat, um dann auch World Champion der Promotion zu werden, doch das Schicksal wollte es nicht so. Wenige Wochen vor einem Champion-vs.-Champion-Match gegen seinen Erzrivalen Jerry Lynn brach sich Van Dam in einem Match gegen Rhino das Wadenbein und musste seinen TV Title niederlegen. Van Dams Verletzung gilt bei vielen als Anfang vom Ende der ECW. Heyman ging durch den Ausfall des viel gehypeten Matches viel Geld durch die Lappen – gar nicht zu reden davon, dass ihm plötzlich der Mann abging, der sich mittlerweile zum Zugpferd der Liga entwickelt hatte.

Der Todeshauch des Triple H?

Van Dam blieb der ECW bis zu ihrem Bankrott treu und wechselte erst dann als Mitglied des ECW-WCW-Alliance-Stables ins McMahon-Land – zunächst nur mit einem Kurzzeitvertrag ausgestattet. Aus dem befristeten Engagement wurde schnell ein Langzeitkontrakt, als die WWE merkte, wie sehr RVD sein Ruf vorauseilte. Obwohl er auf dem Papier ein Bösewicht war, ließ Van Dam auch in der WWE regelmäßig das Dach wegfliegen. Doch die WWE schaffte es nie wirklich aus seiner damals immensen Popularität das mögliche Kapital zu schlagen. Van Dam holte sich mehrfach, den Hardcore, den Intercontinental und die Tag Team Titel, doch insgesamt kam er nie über den gehobenen Mittelklasse-Status hinaus. Seine Laufbahn stieß an eine „Glasdecke“, wie Van Dam es selbst formulierte.

Woran das liegt, scheiden sich die Geister an den virtuellen Stammtischen. Kritiker verweisen auf Van Dams schwer bestreitbare Schwächen am Mikrofon und in Sachen Ringpsychologie. Außerdem kursiert seit Jahren der Vorwurf, dass er nur mehr mit begrenzter Lust an der Sache agiert und im Ring abgesehen vom Abspulen seiner Spots Dienst nach Vorschrift schiebt. Van Dams Anhänger sehen ihn dagegen Opfer von Backstage-Machenschaften, dessen Karriere am Todeshauch von Triple H verendet ist.

Nun feierte Van Dam eine spektakuläre Wiederauferstehung – und zu verdanken hat er das letztlich sich selbst. Die neue ECW würde es ohne RVD nicht geben: Er war es, der Vince McMahon vor einem Jahr auf die Idee eines ECW Pay Per Views brachte und sich dann um so mehr ärgerte, dass er beim ersten One Night Stand wegen einer Knie-OP nicht antreten konnte. 364 Tage danach feierte er nun an gleicher Stelle den größten Triumph seiner Karriere – ohne dazu irgendwelche Füße küssen zu müssen.
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Booker C schrieb am 05.09.2010:
[9.0] "Wieder eine wirklich gute Personalie bei der mir nur das Ende vielleicht ein bisschen zu kurz war."

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