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Mike Quackenbush: Jedes Hindernis hat auch sein Gutes

Personalie

Veröffentlicht am: 14.11.2008, 00:00 Uhr
Kategorie: Personalie
Verfasser: Alex Lueschen
Liga: CHIKARA
Bereits in seiner Jugend Mitte der Neunziger begann Mike mit dem professionellen Wrestling. Damals hatten ihn die Leistungen des japanischen Superstars Jushin Thunder Liger inspiriert in den Ring zu steigen; das Präfix "Lightning," das heute nicht mehr vom Namen Mike Quackenbush wegzudenken ist, verlieh er sich einst als Tribut an seinen Helden.

Im Verlauf seiner Karriere hatte Quackenbush immer wieder mit verletzungsbedingten Auszeiten zu kämpfen. Bereits kurz nach seinem professionellen Debüt im Jahr 1994 erlitt er eine Schädelfraktur und musste mehrere Monate aussetzen. Das sollte ihn allerdings nicht von späteren Erfolgen abhalten, denn kurz darauf konnte er seine erste Meisterschaft, den USWA Junior Heavyweight Title erringen. Hier sollte sich bereits der rote Faden in Quackenbushs Karriere abzeichnen. Immer wieder musste er nämlich zurückstecken, aber genauso gelang es ihm auch anschließend zurückzukehren und seine Träume zu verwirklichen und sogar noch weit zu übertreffen.

Über die Jahre baute Quack, wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird, eine exzellente Reputation auf, die ihn für unabhängige Veranstalter oft zur ersten Wahl als Gegner für Stars der Wrestlingszene machte. Zu diesen zählten in frühen Jahren bereits u. a. El Hijo del Santo, Rey Misterio Sr., Spike Dudley und Tracy Smothers. Nachdem er bereits Pläne schmiedete den Wrestlingsport zu verlassen brachte er im Jahr 2001 seine Autobiografie "Headquarters" heraus, an der er schon lange arbeitete. Die Veröffentlichung muss wieder etwas ihn ihm geweckt haben, denn prompt stieg er wieder Vollzeit ins Wrestling ein. Er schloss sich mit "Reckless Youth" Tom Carter, einem Freund aus vergangenen Tagen zusammen und gründete die CHIKARA Wrestle Factory, eine Wrestlingschule in Allentown, Penssylvania, wo die beiden fortan gemeinsam das Wrestling lehrten und Shows mit ihren Schülern veranstalteten.

Meister der 1000 Haltegriffe

Zu den Osterfeiertagen 2003 konnte sich Mike Quackenbush erstmals einen lange gehegten Traum erfüllen als er nach Europa reiste. Dort stand Quackenbush im Roxy, einer engen, grell beleuchteten Diskothek in Essen in Deutschland und trat unter dem Banner von Westside Xtreme Wrestling gegen den aufstrebenden Schweizer Double C an, der später als Claudio Castagnoli ein Star in den USA werden sollte.

Die Fans liebten Mike Quackenbush und seinen eleganten Wrestlingstil, und nach nur einem Match schoss seine Beliebtheit bei den deutschen Fans in ungeahnte Höhen. Doch auch er schloss die deutschen Fans schnell in sein Herz, sodass Quackenbush immer wieder nach Deutschland zurückkehrte. Nebenbei bekam er von seinen mittlerweile zahlreichen europäischen Fans die Spitznamen "The Ring Wizard" und "The Master Of A Thousand Holds" verliehen.

Gegen Ende 2005, nicht lang nachdem er zum ersten Mal ein großes Turnier - Combat Zone Wrestlings fünftes Best Of The Best Tournament - gewinnen konnte, musste sich Mike Quackenbush einer unverzüglichen Rückenoperation unterziehen; seine Zukunft im Wrestling war mit einem Mal ungewiss. Sein mögliches Abschiedsmatch bestritt er im Dezember in Essen. Nach dem gewonnenen Match verkündete er unter Tränen, dass er möglicherweise nicht mehr in den Ring zurückkehren können, die Zeit in Deutschland allerdings nie vergessen wird.

Anything can happen

Am 18.03.2006 veranstaltete Westside Xtreme Wrestling den Event Back To The Roots V - "Enter The Dark Side." Der amtierende wXw World Heavyweight Champion Ares hatte gerade den jungen Lokalmatador 2Face nach kürzester Kampfzeit mit seinem Toblerone Driver abgefertigt und behauptete selbstbewusst, dass er jeden Mann in der Umkleidekabine besiegen könne.

Nicht aus der Umkleidekabine, aber aus den Zuschauerreihen trat plötzlich ein Mann, der sich unter einem Umhang und einer Kapuze versteckte - während Mike Quackenbushs bekannte Einmarschmusik "Just A Hero" gespielt wurde. Kurz nachdem die ersten Fans das Lied erkannten entblößte die Gestalt ihr Gesicht; Mike Quackenbush stand nach drei Monaten Auszeit mit neuer Ringkleidung im Essener Ring und sorgte innerhalb eines Augenblickes für die lauteste Ovation, die es je bei wXw gab.

Wie aus dem nichts zog Quackenbush nach einem dramatischen Match die zweite Version seines Quackendrivers durch, die ihm tatsächlich den Sieg bescherte. Nachdem sich der sichtlich überraschte Ringsprecher Thommy Giesen extra beim Ringrichter Tassilo Jung nach der Situation erkundigte, verkündete er nicht nur den Sieg Mike Quackenbushs, sondern auch dass er rechtmäßig der neue wXw World Heavyweight Champion sei. Zu "Anything Can Happen" von den Finn Brothers, einem Lied über unmögliches und wie man es möglich macht, ließ er sich minutenlang von den - genau wie er - überglücklichen Fans feiern und verneigte sich dankend vor ihnen - genau wie sie.

Das große Jahr der Erfolge

All das sollte allerdings vom Jahr 2007 in den Schatten gestellt werden. Zunächst gewann er Anfang 2007 zusammen mit seinen Schülern Jigsaw und Shane Storm die erste Ausgabe des King Of Trios, einem von CHIKARA ausgerichteten Trio-Turnier. Im Mai gewann er erst überraschend Tiger Masks NWA World Junior Heavyweight Title, ein geschichtsträchtiger Leichtgewichtsgürtel, der u. a. schon von Jushin Liger gehalten wurde. Nur kurz darauf traf er bei CHIKARAs fünftem Geburtstag in einem lange erwarteten Duell auf seinen Erzfeind Chris Hero, den er mit einer neuen Kreation aus dem Hause Quack besiegen konnte; dem CHIKARA Special, einem Aufgabegriff, der Hero auch weiterhin in Duellen mit anderen Wrestlern das Leben schwer machte.

Im September gelang ihm erneut ein Sieg in einem großen Einzelturnier, als er einmal mehr über sich hinaus wuchs und sowohl Claudio Castagnoli als auch Chuck Taylor im Finale des Ted Petty Invitational besiegte, obwohl er am selben Abend bei einem missglückten Sprung aus dem Ring eine Gehirnerschütterung erlitt. Um das Jahr 2007 abzurunden ging ein weiterer Traum in Erfüllung, denn zum ersten Mal reiste er nach Japan um an einigen Events von Michinoku Pro Wrestling teilzunehmen.

Leider verging selbst ein so ereignisreiches Jahr nicht ohne Zwischenfall, denn im Dezember verletzte sich Quack unmittelbar vor einer Reise nach Deutschland beim Schneeschaufeln. Denkt man jetzt wieder an den roten Faden seiner Karriere, liegt man goldrichtig.

2000 Haltegriffe

Im März 2008 nahm Quackenbush an Westside Xtreme Wrestlings dritter Auflage des 16 Carat Gold Tournament teil. Und obwohl er bereits in der ersten Runde an Bryan Danielson scheiterte sollte er dieses Wochenende nie mehr vergessen. Am zweiten Turniertag traf "The Master Of A Thousand Holds" Mike Quackenbush nämlich in einem Match nach Regeln der Duelle der britischen World-Of-Sport-Sendungen auf den wohl bekanntesten und populärsten Vertreter dieser Ära; "The Master Of A Thousand Holds" Johnny Saint.

Dieses außergewöhnliche Match, das mit einem Eins-zu-Eins-Unentschieden nach fünf Runden endete, verzauberte nicht nur Fans aus aller Welt, es erfüllte Quackenbush auch einen weiteren Traum, an den er möglicherweise nicht einmal zu denken gewagt hätte. Erst kürzlich bestritt er im Rahmenprogramm des in Deutschland ausgerichteten Tag World Grand Prix 2008 das Rückmatch, während er seine Liga und Schüler seinem Lieblingspublikum präsentiert. Er ist dazu ein hoch angesehener Trainer und bekannt für sein intelligentes, blitzsauberes Wrestling, hielt mehr als drei Dutzend Meisterschaften aus verschiedenen Ländern und Gewichtsklassen, hat die ganze Welt bereist, eine Handvoll Bücher und unzählige Wrestling-basierte Artikel geschrieben und sich nebenbei im Podcasting und der Improvisationscomedy versucht.

Mike Quackenbush sagte einmal, dass er nichts mehr zu erreichen hätte, wenn er nur einmal an einem J-Cup oder dem Best Of The Super Juniors - beides weltbekannte in Japan ausgetragene Turniere - teilnehmen könnte. Hoffen wir, dass ihm seine Karriere einmal mehr das Gegenteil beweist.
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
affenmann schrieb am 29.11.2008:
[8.0] "Quack ist echt super. Ich hoffe, wir können ihn noch oft in Deutschland (insb. wXw) bewundern."
Tas schrieb am 23.11.2008:
[8.0] "Gut geschrieben und der wXw Fokus sagt mir natürlich zu, aber die schwere Verletzung beim TPI 2007 gegen Joey Ryan nach der er trotzdem noch das Finale gewann wäre ein ideales Centerpiece dieses Artikels gewesen und fehlt völlig, stattdessen wird die eher unwichtige Dezember 07 Verletzung erwähnt. Das Debüt Quacks in Deutschland war btw nicht nur gegen Claudio, sondern auch gegen Hero und Ares in einem 4 Way, die beiden CC Matches fanden bei seinen nächsten beiden Dtld-Auftritten statt"
Lakasey schrieb am 16.11.2008:
[9.0] "Sehr interessanter Artikel. Gut geschrieben und informativ."
Sabu316 schrieb am 16.11.2008:
[9.0] "Toll geschrieben. Sowas liest man gerne."
Matt Hardy schrieb am 15.11.2008:
[9.0] "Tolle Personalie über IMO den besten und einen der faszinierendsten Wrestler unserer Zeit."
Sternau schrieb am 15.11.2008:
[10.0] "Besser kann man es nicht schreiben. Quack ist einer der ganz großen im Indy-Wrestling und wird es auch immer bleiben."
DrKnowsItAll schrieb am 14.11.2008:
[9.0] "Wirklich gut gemacht. "
DXstarF5 schrieb am 14.11.2008:
[10.0] "Super Personalie war mal nötig über ihn zu schreiben."
Switchblade schrieb am 14.11.2008:
[10.0] "Gute Personalie war dringend nötig!!!"
STRIGGA schrieb am 14.11.2008:
[9.0] "Sehr schön geschrieben. Würdige Personalie für einen großen des Sports."

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