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Die bescheuertsten Gimmicks aller Zeiten - Teil 2

Lustiges

Veröffentlicht am: 13.10.2009, 23:12 Uhr
Kategorie: Lustiges
Serie: Die bescheuertsten Gimmicks aller Zeiten (Alle Folgen der Serie auf einen Blick)
Verfasser: Henne
Evad
Der gute alte William Dannenhauer hatte es in der WCW nie wirklich leicht. 1993 bis 1994 hatte er das Gimmick des "Equalizers", das eine Kopie des Berzerkers der WWF darstellte. Später im Jahr 1994 musste er dann den geistig zurückgebliebenen Bruder von Kevin Sullivan spielen. Als er sich von ihm los sagte, da Kevin ihn schlecht behandelte, suchte sich Dave ein neues Idol. Er fand es in Hulk Hogan und "Evad" (welch Geistesblitz seinen alten Namen rückwärts zu sprechen) war geboren. Er kam von einem Kaninchen (als Manager?) begleitet zum Ring, hatte ein Hulkster T-Shirt an und der Text seiner Entrancemusic lautete:"I`m your number one Hulkamaniac. . ." und als ob das noch nicht schlimm genug war, wurde es noch von einem Kinderchor gesungen. Er wurde nur vom sehr jungen Publikum und von ein paar Fans mit großem Herz, die Mitleid mit ihm hatten, angenommen. Das Gimmick brachte weder Hogan (da er sowieso schon völlig over war), noch Dave (da er nun endgültig eine Lachnummer war) etwas.


Fake Razor Ramon & Fake Diesel
Die Federation hatte 1996 böse Schlagseite bekommen und einige Abgänge hinnehmen müssen. Bret Hart zog sich für ein halbes Jahr zurück und viele bekannte Gesichter waren zur WCW gegangen, unter ihnen auch Scott Hall (Razor Ramon) und Kevin Nash (Diesel). Die WCW war so clever und ließ es zunächst so aussehen als wären sie von der Federation geschickt worden. Erst Wochen nach dem ersten Auftauchen wurde es aufgelöst. Die Federation hatte das Nachsehen, die WCW wurde immer stärker. Dann folgte die sensationelle Ankündigung von Jim Ross. Razor Ramon und Diesel wären nächste Woche wieder bei RAW. Natürlich waren nicht Hall und Nash vor Ort sondern zwei andere Wrestler die lediglich die Gimmicks übernahmen. Noch dazu sollte JR zum Heel werden. Nichts davon hat funktioniert, wenn überhaupt hat es der WCW nur noch mehr Fans zugespielt da man sich als WWF-Fan veralbert vorkam.


Glacier
1996 wurde Glacier lange durch Videosegmente vorgestellt. Die Videos sahen sehr viel versprechend aus und man war schon voller Erwartungen. Nach gefühlten drei Monaten und 20 Ankündigungen war es dann tatsächlich so weit und Glacier war da. Ein Ripoff eines Mortal Kombat-Fighters, farbenprächtig im Comicstil. Leider verwendete er gar keine Wrestlingmoves sondern nur irgendwelche Kampfsporttritte, die spätestens bei seinem dritten Kampf langweilig wurden. Er durfte einen Edeljobber und Undercarder nach den anderen abfertigen. Bis man dann merkte, das man nichts mit ihm anfangen konnte und man einen neuen Gegner (Mortis) aus dem selben Computerspiel kreierte. Über die Midcard kam Glacier nie heraus und floppte beim Publikum komplett.


Kerwin White
Als Mitglied der berühmten Guerrero Familie sollte man eigentlich meinen, dass man vor seltsamen Gimmicks gefeit ist. Doch da hatte Chavo Guerrero sich getäuscht, denn im Jahr 2005 war er plötzlich nicht mehr er selber sondern Kerwin White. Er verleugnete seinen Latino-Hintergrund und verkörperte fortan den typischen weißen golfspielenden Neureichen. So kam er unter anderem mit einem Golfkart zum Ring, hatte seine Schläger immer dabei und wurde sogar von einem Caddy (Nick Nemeth) begleitet. Das Gimmick war von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn natürlich war dieser abrupte Wechsel absolut nicht nachvollziehbar. Als dann auch noch Eddie Guerrero tragischerweise verstarb, wurde das Gimmick nach 4 Monaten wieder eingestampft und Chavo durfte wieder er selbst sein. Aus Nick Nemeth wurde eine Spirit Squad später übrigens Dolph Ziggler.


KISS Demon
1998 schloß die Rockband KISS einen Vertrag mit der WCW und ließ diese einen Wrestler auftreten, welcher vom Aussehen an deren Mitglied Gene Simmons angelehnt war. Für das Debüt des Charakters, welcher zu den Klängen von "God of Thunder" aus einer eisernen Jungfrau ( einem alten Folterinstrument ) stieg, verpflichtete man Brian Adams, alias Crush. Dies sollte jedoch auch Adams´einziger Auftritt als "KISS Demon" bleiben, denn er wurde für das Tag - Team Kronik gebraucht und Dale Torborg übernahm die Rolle. Man erstellte sogar noch ein Stable mit dem Namen "The Warriors of KISS", welches Wrestler - Alter - Egos der Bandmitglieder repräsentieren sollte. Der Band selbst wurde vertraglich zugesichert, dass der KISS Demon ein Main Event Match bestreiten würde. Unrsprünglich war auch ein Match bei WCW New Year´s Eve 1999 gegen Vampiro geplant, wegen des Positionsverlusts von Bischoff jedoch, kam dies nicht zustande. Um den Vertrag zu erfüllen, deklarierte man einfach ein Midcard Match bei WCW Superbrawl 2000 als Special Main Event Match und ließ ihn gegen The Wall antreten. Danach ließ man das "KISS" aus dem Namen heraus und Torborg kam in Vampiros Stable Dark Carnival, welches er später nach einer internen Fehde verließ und die Figur des Demon verschwand mit ihm.


Kloudi
Die Body Donnas wurden von ihrer Managerin Sunny verraten und verloren ihre Tag Team Titel. Sie wollten die Titel zurückholen und Sunny irgendwie auch noch eine mitgeben. Es gab eine Art Casting bei dem Skip und Zip eine neue Managerin finden wollten. Lange hat die Suche nicht gedauert. Anstatt einer weiteren schönen Frau präsentierten sie jedoch einen Bodybuilder in Frauenkleidern. Der wenig bekannte Wrestler Jimmy Shoulders, seines Zeichens bester Freund von "Skip" Chris Candido, trat als Kloudi (wolkig) auf. Er begleitete Skip und Zip zu einigen Matches und hatte ein paar Wortgefechte mit Sunny, bevor er wieder von der Bildfläche verschwand. Wo der Unterhaltungswert von Wrestlern in Frauenkleidern liegen soll haben mir weder Perry Saturn, Brian Pillman, noch Kloudi vermitteln können.


Loch Ness
Es gab in Europa, genauer gesagt in Großbritannien, in den 1970er und 1980er Jahren einen Wrestler namens Martin Ruane alias Giant Haystacks. Er war sozusagen die Antwort des britischen Wrestling auf Andre the Giant in den USA. Zwar mit ca. 2,03 m nicht ganz so groß, aber, mit einem offiziell durch das Guinness Buch gemessenen Gewicht von 560 lbs., also knapp 255 kg ein Koloss. Zu dieser Zeit war er, vor allem in seinem Heimatland, sowie dessen ehemaligen Kolonialgebieten Australien und Neuseeland, sehr bekannt. Zu Beginn der 1990er Jahre dann ging es mit dem britischen Wrestling bergab und auch Ruane hatte Probleme, als sich ihm eine neue Chance bot.

World Championship Wrestling hatte gerade Hulk Hogan verpflichtet und den berüchtigten Dungeon of Doom aufgebaut. Ruane passte in ihr Konzept und wurde daher als gefährliche Bedrohung gepusht. Aber genau dieser Push ging eigentlich eher nach hinten los. Man dichtete ihm schottische Herkunft an und gab ihm den Namen "The Loch Ness Monster". Also bitte, einen alberneren Namen hätte man nicht nehmen können. Hat man im Ernst geglaubt, das flöße irgendjemandem Furcht ein? Interessanterweise muß man noch nicht einmal der WCW die komplette Schuld geben. Ruane ist nämlich bereits bei Stampede Wrestling in Calgary mit diesem Namen angetreten. Zusätzlich schlug man nochmals mehr als 100 lbs. auf sein Gewicht auf und kam somit auf unglaubliche 679 lbs. Das sind mal eben fast 310 kg ! Na ja, sein Move - Repertoire war dementsprechend limitiert und sein Finishing Move war ein Running Elbow Drop, mit schon übertrieben dargestellter Wirkung. Zu seinem Match gegen Hogan sollte es übrigens nicht kommen, da er mit The Giant aneinander geriet und man dann dieses Match zeigte. Man braucht nicht zu erwähnen, dass jenes match kein Klassiker war. Traurigerweise wurde kurze Zeit später Krebs bei Martin Ruane diagnostiziert und er musste mit dem Wrestling aufhören. Er starb schließlich 1998.


Mantaur
1995 kam der Wrestler Michael Hallick in die WWF und bekam direkt mal eines der dämlichsten Gimmicks aller Zeiten verpasst - Mantaur. Man stelle sich einen 180 kg schweren Wrestler vor, der bei seinem Einzug einen riesigen Stierkopf auf dem Kopf trägt (der wurde allerdings bald weggelassen) und sich auch sonst wie dieses Tier verhält - inklusive Muhen und auf den Gegner anstürmen. Passend dazu auch seine Einzugsmusik mit Geräuschen, die in einem Kuhstall aufgenommen sein mussten. Er wurde von Jim Cornette gemanagt und nahm sowohl am Royal Rumble 1995 und dem folgenden King of the Ring teil, schied aber beide male aus. Er wurde danach meist genutzt um gegen etablierte Faces zu jobben und das Gimmick verschwand 1996 wieder. Das einzig Gute, was man darüber sagen kann ist, dass Hallick für seine Statur ein ganz passabler Wrestler war. Danach konnte man Hallick noch als Bruiser Mastino in der ECW und als Tank in der Truth Comission sehen.


Mark Henry als "Sexual Chocolate"
Aus dem stärksten Mann der Welt wurde „Sexual Chocolate“, ein Sexjunkie, der bei der Schürzenjagd immer wieder in peinliche Situationen geriet – unter anderem in ein Date mit einem Transvestiten.
Das Gimmick, das aufgrund von Henrys durchaus vorhandenem Schauspieltalent zeitweise recht unterhaltsam war, rutschte nach einer Weile niveautechnisch ins Bodenlose. Sexual Chocolate begab sich in eine Therapie, in der er zugab, dass er seine ersten erotischen Erfahrungen mit seiner Schwester erlebte. Danach begann er eine Affäre mit der überaus betagten Mae Young und schwängerte sie dabei. Young brachte am Ende in einem surrealen Backstagesegment eine Plastikhand zur Welt."


Max Moon
Das Gimmick Max Moon kam Ende 1992 auf und war ursprünglich für den heutigen Konnan entworfen wurden. Da sich die WWF jedoch mit ihm überwarf, bekam kurzerhand Tom Boric dieses Gimmick. Boric war zuvor als Kato im Orient Express unterwegs. Max Moon trug einen speziellen Anzug, der sehr futuristisch (in den damals ach so modischen Neonfarben) dem Aussehen einer Computerfestplatte nachempfunden war. Hinzu kamen Feuerwerkskörper an den Armen, sowie ein Jetpack auf dem Rücken, welche er jedoch nur beim Betreten der Halle trug. Das Jetpack funktionierte natürlich nicht wirklich, sondern gab nur Qualm von sich. Nach einer belangloseren Fehde gegen Terry Taylor, erhielt er eine Chance auf den Intercontinental Titel von Shawn Michaels, durfte den Titel aber nicht gewinnen. Nach dem 1993er Royal Rumble lief Boric´s Vertrag aus und das Gimmick verschwand wieder.


Meat
1999 übernahm die WWF den Sohn des ehemaligen WWWF Champions Stan "The Man" Stasiak, welcher zuvor als Shawn Stasiak aufgetreten war. Doch was machte die WWF aus ihm: Nun, man zog ihm Wrestlingkleidung in Pink an. Und sie war nicht nur Pink, untenherum sah sie auch aus, wie eine Schiesser-Unterhose mit Eingriff. Ausserdem stellte man ihm mit den "Pretty Mean Sisters" (engl. ziemlich böse Schwestern) Terri Runnels, Miss Jackie und Ryan Shamrock gleich drei Frauen zur Seite, deren Sexspielzeug er in der Storyline darstellen sollte. Nach einem kleinen Push des Gimmicks, verkam er später zum Jobber. Shamrock verließ die WWF, Jackie wiederum ertrug laut Story nicht, das Meat sich mit allen Dreien vergnügte und ließ Terri und Meat ebenfalls im Stich. Terri schließlich sollte Meat verlassen, nachdem dieser mit Terris Erzfeindin Marianna rummachte. Danach verschwand das Gimmick schnell wieder und bald darauf auch Stasiak aus der WWF.


Mike Awesome als "Fat Chick Thriller" und "That 70's Guy"
Michael Alfonso, alias Mike Awesome war ein bekannter ECW Star, als er 2000 zur WCW ging. Zunächst unterstützte er die Gruppierung "New Blood" im Kampf gegen die alten Recken, wie Nash, Hogan, etc. Später im Jahr allerdings kam man in der WCW Kreativabteilung auf die Idee Awesome zusätzlich ein Gimmick anzuheften. Gesagt, getan und so musste der arme Mike zunächst einen Charakter spielen, der auf, na ja sagen wir mal sehr vollschlanke Frauen steht und mit ihnen auftreten. Offenbar war das aber immer noch nicht das, was den Kreativköpfen vorschwebte. Man machte aus Awesome also nun "That 70´s Guy", einen Wrestler, der in den 1970er Jahren stehengeblieben war. Komplett mit entsprechender Kleidung, einem knallbunten Partrigde Family Bus und einem eigenen Interview Segment, namens Lava Lamp Lounge. Bereits kurze Zeit später wurde aber auch dieses Gimmick, verständlicherweise für ein Karrierekiller - Gimmick wieder fallen gelassen. Michael Alfonso selbst wrestlete noch bis 2006. 2007 beging er tragischerweise Selbstmord.


Barry Darsow als Mr. Hole in One
Ein lächerlicher Name, nicht? Nun, wer sich im Sport ein wenig auskennt, weiß, dass das eine Bezeichnung dafür ist, wenn einer im Golf mit einem Schlag vom Abschlag aus das Loch trifft. Was das nun mit Wrestling zu tun hat? Nun, in der WCW eine ganze Menge...
Barry Darsow war im Wrestling schon weit herumgekommen. Bei der WWF zuerst als Mitglied von Demolition durchaus erfolgreich (Smash), wechselte er zur WCW, um dort als Trucker anzutreten. Nun, das Gimmick bleibt höchstens durch den grausamen PPV-Kampf gegen Dustin Rhodes auf einem fahrenden Truck (!) in Erinnerung, aber für Darsow sollte es noch schlimmer kommen. Man machte ihn nämlich zu Mr. Hole in One. Er spielte einen Golfer, der mit der kompletten Golfausrüstung zum Ring kam, also Bekleidung, Käppi, Schläger, Ball und eine Abschlagmatte, die er dann auch im Ring ausgebreitet hat, um darauf zu trainieren... nun ja, es sah schon sehr lächerlich aus, und obwohl er den Schläger auch gegen seine Gegner einsetzte - dem Gimmick war "überraschenderweise" kein großer Erfolg beschieden und Darsow verschwand wieder im 19. Loch...


Naked Mideon
Wieder hat man für ein schwaches Gimmick die völlig falsche Person genommen. Ende der 90er ging es in der Federation immer düsterer zu. Man hatte die Brood (Gangrel, Edge und Christian) und die vom Undertaker angeführte Ministry of Darkness. Dummerweise waren die Mitglieder der Ministry nicht gerade die Hochkaräter. Überraschenderweise sah man Mabel wieder, nun nannte er sich Viscera. Doch es ging noch schlimmer, nämlich mit Mideon. Ihm nahm man das Ministry-Gimmick zu keiner Sekunde ab, hatte man ihn doch zuvor monatelang als naiven, leichtgläubigen Schweine-Farmer Phineas Godwinn erlebt. Dass er dann die Hüllen fallen ließ hat ein bedeutungsloses Gimmick völlig ad absurdum geführt.


Oklahoma
Ed Ferrara war Storylinewriter und dabei Partner Vince Russos für die WWF, bevor er im Oktober 1999 mit diesem zur WCW wechselte. Auch dort schrieb das Duo seine kontroversen Storylines, Ferrara jedoch, war auch vor der Kamera zu sehen. Er gab sich den Namen Oklahoma und imitierte WWF Kommentator Jim Ross, inklusive dessen Gesichtslähmung und Vorliebe für Barbecue - Produkte ( Ross brachte eine eigene Marke heraus ) und machte diesen dabei lächerlich. Jim Cornette ging daraufhin sogar soweit Ferrara Prügel anzudrohen, sollte er nicht mit dieser Farce aufhören. Folglich verschwand der Charakter sehr schnell wieder in der Versenkung. Das Verhältnis zwischen Ross und Ferrara konnte nach einem offenen Brief wieder einigermaßen gekittet werden.


Outback Jack
In den 80er Jahren waren die "Crocodile Dundee"-Filme recht erfolgreich, was die WWF damals offenbar veranlasste einen australischen Wrestler auszuspucken. So kam es, dass sie Outback Jack erfanden, der die typischen Outback-Klamotten trug und vom Erscheinungsbild allerdings wenig furchteinflößend daher kam. Und Outback Jack hatte die dumme Angewohnheit mit seinem Zahnlücken-Gesicht dauernd in die Kamera zu grinsen, wie es freundliche Australier anscheinend tun. Natürlich stellte man Outback Jack als wilden Burschen da, der schon mit Alligatoren gekämpft und Bier mit seinen Kühen getrunken hat. So sah man in Videoeinspielern auch Jack beim Wettsaufen mit einer Kuh. Desweiteren wurde gezeigt, wie Outback Jack mit seinem Geländewagen durch die Wildnis cruist und sich duscht, wobei man Letzteres weniger von diesem Gimmick erwartet hätte. Irgendwas war dann auch noch mit den Aborigines. Und sein Theme klang als wenn man es in einem Sumpf aufgenommen hätte.

Wrestlen konnte er dann auch nicht besonders gut und sein Finisher war sehr unglaubwürdig. Outback Jacks "Bumerang" war eine Clothesline und eine zweite Clothesline gegen den Hinterkopf, wenn der Gegner wieder aufstehen wollte. Besonders gut kam Outback Jack damit natürlich nicht an und verschwand dann auch nach ein paar Niederlagen gegen Midcarder wieder von der Bildfläche.


Phantasio
1995 in der WWF: Der Wrestler Harry DelRios wurde verpflichtet und bekam das Magier-Gimmick Phantasio verpasst. Phantasio trug beim Einzug einen Frack, sowie einen rauchenden Zylinder und einen brennenden Gehstock. Im Ring angekommen nahm er eine weiß-schwarze Maske vom Gesicht, die mit seiner Gesichtsbemalung identisch war und an der ein langer Glitterfaden hing, den er sich aus dem Mund zog. Die Maske wurde anschließend an ein Kind im Publikum verschenkt. Den Frack ausgezogen sah er aus, wie der spätere Sting mit Crow-Gimmick. Da DelRios mit 1,93 m und 123 kg nicht gerade klein war, wrestlete er einen eher kraftbasierten Stil, der allerdings so überhaupt nicht zu seinen Zaubereinlagen zwischendurch passte. So warf er einmal aus dem Nichts einige Fäden á la Spiderman durch die Gegend. Schließlich zauberte er seinem verdutzten Gegner Tony Devito die Unterhose heraus und besiegte diesen durch einen Einroller. Höhepunkt des Programms war, als er Ringrichter Earl Hebner auch dessen Unterhose (die natürlich Standesgemäß gestreift war) herauszauberte. Dies blieb Phantasios einziger TV-Auftritt für die WWF und das Gimmick verschwand schnellstens wieder in der Versenkung.


PN News
Paul Neu kam 1991 zur WCW und bekam mit "The Rapmaster" PN News, gleich einmal eines der fürchterlichsten Gimmicks verpasst, die es gab. Man steckte den 183 kg schweren Mann zunächst in einen viel zu engen Anzug, welcher in den damals so modischen Neonfarben gehalten war und ihn daher wie Leberwurst in Pelle erscheinen ließ. Dazu trug er die üblichen Rappermerkmale: Sonnenbrille, Kette, und Basecap. Zusätzlich begann er bei seinem Einzug zu rappen. Einziges Problem war, er konnte es nicht wirklich. Sein Finisher war ein Splash vom obersten Tunrbuckle, der "The broken record" (die kaputte Platte) genannt wurde. Er hatte zunächst ein Fehdenprogramm um den WCW Television Titel gegen Steve Austin, die beim Great American Bash 1991 endete, als er zusammen mit Bobby Eaton, Austin und Terry Taylor in einem Match auf einem über dem Ring aufgebauten Gerüst besiegte. Für dieses Match wurde als Ringbegleitung für News sogar die Band Salt-N-Pepa verpflichtet. Den Titel erhielt er übrigens trotzdem nicht. In der Folgezeit verkam er immer mehr zum Undercarder, bis er David Sheldon in einem Match der beiden so verletzte, dass dieser seine Karriere beenden musste. News trat danach nicht mehr auf und sein Vertrag wurde auslaufen gelassen. Später ging Neu mit dem Gimmick noch kurzfristig zu ECW. Heute ist er als Cannonball Grizzly aktiv.


Rad Radford
1995 kam der Wrestler Louie Mucciolo, welcher zuvor für die AAA angetreten war, zur WWF. Er bekam das Gimmick eines Grunge-Musik-Fans mit Namen Rad Radford verpasst. Neben entsprechender Kleidung und Einzugsmusik, behauptete man zusätzlich er sei der Freund von Courtney Love. Nach einer Zeit als Edeljobber, in der er bisweilen mit dem Brooklyn Brawler teamte, begann man eine Storyline mit den Body Donnas. Mucciolo, welcher über einen eher stämmigen, als definierten Körperbau verfügte, wurde von diesen als "Body Donna in Training" aufgenommen. Bei der Survivor Series 1995 wurde er dann aus der Gruppe geworfen und begann danach bis Anfang 1996 eine Fehde gegen die Body Donnas. Da der Charakter des Rad Radford jedoch bei den Fans nicht gut ankam, verließ er die WWF bald darauf wieder. 1998 starb Mucciolo nur 27-jährig an einer tödlichen Mischung aus Schmerzmitteln, Steroiden und Drogen.


Renegade
Das größte Kompliment für einen Wrestler sind wohl Immitatoren. Nun hatte man schon viele Wrestler, die irgendwelche Filmrollen nachgemacht haben, aber Renegade hatte einen anderen Wrestler zum Vorbild - Cagematch’s Favorite den Ultimate Warrior. Vermutlich ist noch nicht einmal ein Fan darauf reingefallen. Renegade war zwar auch recht muskulös, hatte langes Haar und stets das Gesicht bemalt. Dummerweise war er aber kleiner als der Warrior und hatte auch nie ein so legendär sinnfreies Statement abgegeben. Mit dem richtigen Gegner konnte der Warrior ein gutes Match haben, denkwürdige Matches sucht man im Lebenslauf des Renegade aber lange und vergeblich. Man wird den Verdacht nicht los, dass der Renegade nur ein Köder sein sollte um das Original zur WCW zu locken, auch wenn Eric Bischoff dies immer bestreitet.


Ricky Steamboat als "The Dragon"
Richard Blood, alias Ricky"The Dragon" Steamboat wird in Wrestlingkreisen als einer der besten Worker aller Zeiten angesehen und das zurecht. Sein Können im Ring war hervorragend und bei Wrestlemania III hatte er gegen Randy Savage ein mehrfach ausgezeichnetes Match, das als wegweisend in der Geschichte des Wrestling gilt. Den Beinamen "The Dragon" hatte er in der WWF bekommen, da man seine halbasiatische Herkunft für ein Martial-Arts basiertes Gimmick nutzen wollte. Soweit war noch alles in Ordnung. Nach einer Pause, ging er zwischenzeitlich zur NWA und kam 1991 schließlich zurück zur WWF. Doch was man nun aus ihm machte, war seiner einfach nicht würdig. Er musste in einem Drachenkostüm mit Schuppen auf der Hose, Flügelartigem Umhang und Kopfschmuck auftreten. Das Ganze erinnerte, farblich in Rot und Gelb gehalten, mehr an einen Papagei, als an einen Drachen. Hinzu kam, das er vor seinen Matches nun auch noch Feuer spucken musste. Man kam sich vor wie im Zirkus. Vernünftige Matches bekam er auch nicht und so verschwand er ohne den ganzen Schnickschnack Ende 1991 wieder in die WCW.


Robocop
Wir schreiben das Jahr 1990 und Sting fehdet in der WCW mit Champion Ric Flair. Nun verletzte er sich bei einem Eingriff in ein Horsemen Match allerdings real am Knie und war somit ausser Gefecht. Luger fehdete stattdessen nun mit Flair. Da man Sting aber weiterhin involviert halten wollte, ließ man ihn ausserhalb des Rings auftreten. Ebenfalls zu dieser Zeit kam der Film "Robocop 2" heraus. Was lag nun also näher, als zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Sting präsent halten und gleichzeitig den Film bewerben. Man kündigte für den WCW PPV Capital Combat 1990 die Rückkehr von Robocop an. Sting wurde bei diesem Event von den Horsemen in einen Stahlkäfig gesperrt, um nicht eingreifen zu können. Nun erschien Robocop auf der Bildfläche, bog mal eben die Gitterstäbe des Käfigs auseinander und riß schließlich die ganze Käfigtür heraus. Die Horsemen verschwanden derweil in "Panik". Danach blieben uns Wrestlingfans weitere Auftritte des Filmhelden aber erspart.


Saba Simba
1974 begann Anthony White alias Mr. USA Tony Atlas seine Wrestlingkarriere. Er war Powerlifter und Bodybuilder, gewann den Titel "Mr. USA", sowie diverse andere Bodybuilding und Kraftsporttitel. Darüberhinaus war er 1981 der erste, der Hulk Hogan im Madison Square Garden klar durch Pin besiegen konnte. Er hielt 1983 schließlich den WWF Tag Team Titel mit Rocky Johnson, dem Vater von Wrestling Superstar The Rock. Eine Wrestlingkarriere eines Powerhouse Wrestlers eben.

1990 allerdings kam die World Wrestling Federation auf eine völlig abstruse Idee. Im Zuge der Comicartigen Charaktere, die zu dieser Zeit kreiert wurden, bekam auch Atlas ein neues Gimmick verpasst. Da er ja Afroamerikaner war, was lag da näher, als ihm ein Afrikaner Gimmick anzudichten. Der arme Tony Atlas musste nun ab sofort als eine Art Stammeshäuptling verkleidet antreten und sah aus, als sei er einem alten Tarzan Film entsprungen. Nicht nur, dass er Federkopfschmuck, Schild und ähnlichen Schnickschnack trug, er musste nun auch barfuß wrestlen und Kriegstänze aufführen. Und wer Atlas´starken Südstaaten Akzent kennt, kann sich denken, wie gut das Ganze gepasst hat. Highlight war, als Jesse Ventura beim Royal Rumble 1991 Vince McMahon auf dessen Kommentar: "That´s Saba Simba" entgegnete: "Oh, come on McMahon, that´s not Saba Simba, that´s Tony Atlas !" 1992 wechselte White dann zur WCW und Saba Simba verschwand.
# Datum Liga Titel Forum Wertung
1 02.11.2009 CAGEMATCH Die bescheuertsten Gimmicks aller Zeiten - Teil 3
Lustiges aus der Serie Die bescheuertsten Gimmicks aller Zeiten, von Henne
 
2 06.10.2009 CAGEMATCH Die bescheuertsten Gimmicks aller Zeiten - Teil 1
Lustiges aus der Serie Die bescheuertsten Gimmicks aller Zeiten, von Henne
Diskussion  
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
H-Scorpio schrieb am 20.03.2012:
[10.0] "Sehr gute Auflistung, würde in jedem Fall Recht geben. Die Sache Saba Simba/Tony Atlas ist aber glaub ich nicht ganz richtig. Es war nicht Ventura, sondern Piper, der verriet, dass Saba Simba Tony Atlas sei. Und es war auch nicht beim Rumble, sondern bei Superstars of Wrestling. Ventura war 1991 glaub ich auch schon gar nicht mehr bei der Promotion."
jolliet schrieb am 15.10.2009:
[10.0] "Auch wieder super. Hier eine Anregung: Vielleicht sollte man mal eine Runde bescheuerte Indi oder Brufe-Gimmicks machen. In beiden: "Surfer" Ray Odyssey (als: Surfer... ) und Firebreaker Chip (als:..... tata: Feuerwehrman)! Es fehlt übrigens noch Damian Demento"

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