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Die Vendetta der Viper: Orton vs. McMahon/Helmsley

Fehde

Zeitraum: Januar 2009 - August 2009
Liga: World Wrestling Entertainment


VS.
Im Jahr 2003, in der Gründungsrede der Evolution, bezeichnete Triple H den jungen Randy Orton noch als die Kohle, aus der der neue Diamant der Wrestlingwelt gepresst würde. Auf andere Weise, als es damals schien, half Hunter kräftig mit, den Diamanten zu formen. Beginnend mit Ortons Rauswurf aus Evolution 2004 entwickelte sich eine tief empfundene Feindschaft der beiden. Die Gesinnungen beider wechselten mit den Jahren, ihr Hass aufeinander blieb eine Konstante. Die beiden bekriegten sich alleine, mit Partnern, mal mit dem Publikum an Ortons, mal an Hunters Seite. Sie kämpften um Titel, um Dominanz, um die Ehre, in Steel Cage Matches, in mehreren Last Man Standing Matches - doch nie wurde es so persönlich, wie es im Jahr 2009 mit ihnen werden sollte.

Den Grundstein für das wiederholte Wiederaufflammen der Dauerfehde legte zu Beginn des Jahres ein Zwist Ortons mit Stephanie McMahon, der General Managerin von RAW und - auch, wenn das seit Jahren nicht mehr offen im WWE-Programm thematisiert wurde - der Ehefrau von Triple H. Mit der geriet Orton aneinander, als ein Fatal Four Way Match mit ihm um ein World-Title-Match beim Royal Rumble einen umstrittenen Ausgang nahm. Shawn Michaels hatte sich an dessen Ende für seinen damaligen Arbeitgeber John Bradshaw Layfield hingelegt und ihm so den Sieg überlassen. Und obwohl Orton vorher regulär ausgeschieden war, wollte er das ebenso wie der vierte Teilnehmer Chris Jericho als Aufhänger nehmen, um das Match annullieren zu lassen.

Stephanie verweigerte sich dem, Jericho vertrat sein Ansinnen aber so penetrant und herabsetzend gegenüber seiner alten Rivalin Stephanie, dass die ihn zwischenzeitlich feuerte um ihre Autorität zu demonstrieren. Orton war nun besorgt, dass Stephanie ihn ebenso vor die Tür setzen würde und redete plötzlich zahm auf sie ein, um das zu verhindern. Stephanie entgegnete, dass sie das nie im Sinn gehabt hätte und dass Orton aufhören solle, sich bei ihr einzuschleimen - was die Viper auf die Palme brachte. Orton giftete nun gegen Stephanie, dass sie das Gespött der Umkleide wäre und sie selbst aufpassen sollte, nicht von ihrem Vater gefeuert zu werden. Ohnehin sei sie ja nur wegen ihrer Verwandtschaft in ihrer Position und wäre ohne ihren Familiennamen ein Niemand. Stephanie beantwortete die Provokation mit einer schallenden Ohrfeige.

Ein Tritt gegen den Boss

Später am Abend wandte sich Orton in Stephanies Anwesenheit an den gerade nach einer Auszeit zu RAW zurückgekehrten Vater Vince und verlangte von Stephanie eine Entschuldigung für ihren Ausraster. Schließlich sei er für die Firma ein wertvolleres Gut als Stephanie. Die wäre nachdem sie Vince ein paar Enkel geboren hätte praktisch wertlos. Vince schickte darauf die aufgebrachte Stephanie in den Backstage-Bereich und hielt Orton einen kleinen Vortrag. Vince fragte ihn, wer er glaube, dass er sei. Er wäre der Schöpfer des WWE-Universums und Orton nur ein kleines Licht, dem er das Privileg gewähren würde, dort zu reüssieren. Er habe seinerzeit Ortons Vater Bob von einem mittelmäßigen Südstaaten-"Rassler" zu einem Star gemacht und nicht anders habe auch Randy erschaffen und könne ihn auch wieder zerstören.

Vince verlangte von Orton, sich für seine Beleidigungen in Richtung Stephanie zu entschuldigen - ansonsten würde er sich nicht scheuen, ihn an Ort und Stelle aus der Liga zu werfen. Orton reagierte mit eisigem Schweigen, worauf Vince tatsächlich zu seinem berühmten "You're fired!" ansetzte. Bevor er die Worte jedoch aussprechen konnte, schlug Orton Vince nieder und ließ Ungeheuerliches folgen: Er verpasste dem WWE-Mogul den Punt-Kick gegen dessen Kopf. Es schien eine Affekthandlung, deren Konsequenzen Orton Sekunden später bewusst zu werden schien. Orton wandte sich mit beunruhigtem Blick von der Szenerie ab, während Vince von Stephanie und herbeieilenden Sanitätern versorgt wurde.

In jeder gewöhnlichen Firma ist so eine Attacke selbstverständlich nicht nur Kündigungsgrund, sondern mit einem Zwang zur Entlassung verbunden - und auch in der WWE mit den ihr eigenen Gesetzen schien ausgemacht, dass Orton sich seine Papiere abholen musste. Doch sechs Tage später wurde die Angelegenheit vertrackt: Orton gewann - bevor die WWE über eventuelle Sanktionen befinden konnte - das Royal Rumble Match, um sich das Anrecht auf ein World title Match bei WrestleMania 25 zu sichern. Mit tätiger Hilfe seiner Legacy-Gefährten Cody Rhodes und Ted DiBiase eliminierte er als letztes keinen anderen als den alten Rivalen Triple H.

Probleme mit der Psyche

Begleitet von Legacy, einem Heer von Anwälten und einem Therapeuten trat Orton dann beim nächsten RAW vor das Publikum, um sich zu erklären. Er wies zum einen darauf hin, dass mit dem Rumble-Sieg eine Garantie auf ein WrestleMania-World-Title-Match verbunden wäre und damit eine vorzeitige Kündigung einem Vertragsbruch gleichkäme - und somit Grundlage für eine Klage wäre. Gleichzeitig erklärte er, dass er an seiner Attacke auf Vince quasi schuldlos sei, weil er an der psychischen Krankheit IED (Intermittent Explosive Disorder) leiden würde. Die würde bei hinreichender Provokation zu unkontrollierbaren Gewaltausbrüchen führen, für die er keine bewusste Verantwortung trage. Orton las dann als finalen Versuch, die Kündigung abzuwenden noch eine Entschuldigung an die McMahon-Familie vom Blatt ab.

Stephanie reagierte zunächst nicht auf Ortons Rede, worauf Orton in einem weiteren Auftritt mal wieder erzürnt reagierte. Er erklärte, dass Stephanie ihn seinetwegen feuern könne, dass er dann aber alle Hebel in Bewegung setzen würde, die WWE mit ihm in den Abgrund zu reißen. Er würde sich auch nicht scheuen, mit einer Klage WrestleMania zu verhindern und alle Wrestler arbeitslos zu machen - worauf sich der Eingangsbereich mit dem irritierten RAW-Roster füllte. Aus der Menge trat schließlich Stephanie hervor und erklärte, dass eine Kündigung noch zu gut für Orton wäre und sie andere Pläne hätte: Es ertönte die Musik von ihrem Bruder Shane, der an ihrer Seite auftauchte und sich bereit machte das Faustrecht gegen Orton anzuwenden. Shane verwickelte die komplette Legacy in eine Prügelei, die vom Rest des Rosters gestoppt werden musste.

Shane trat beim nächsten RAW in den Ring und ließ wissen, dass Orton ihn zu einem Match bei No Way Out herausgefordert hätte. Er akzeptierte - und machte ein No Holds Barred Match daraus. Shane erklärte, dass er dafür sorgen würde, dass Orton es nicht bis zu WrestleMania schaffen würde. Orton trat Shane dann gegenüber, was sich jedoch als eine Falle herausstellte: Von der anderen Seite schlichen sich Ortons Legacy-Kollegen Cody Rhodes und Ted DiBiase an Shane heran - der diese jedoch mit einem Kendo-Stick abwehrte. Später am Abend attackierte Legacy Shane dann aber im Backstage-Bereich, während er sich mit Stephanie unterhielt. Stephanie wurde dabei mit zu Boden gerissen - und Orton versuchte dann in seinem Wahn, auch ihr den Punt Kick zu verpassen. Shane aber warf sich dazwischen.

Triple H ist auf den Plan gerufen

Eine aufgelöste Stephanie engagierte als Reaktion auf die Attacke den Undertaker von SmackDown, um Orton in der Woche darauf gegenüberzutreten - ein Match, das Legacy mit einer Drei-Mann-Attacke auf den Deadman beendete. Shane schritt ein und sorgte dafür, dass der Taker Rhodes und DiBiase mit Chokeslams versorgte, während Orton sich zurückzog. Shane verpasste darauf DiBiase seine spektakulärste Aktion: den Coast to Coast.

Bei No Way Out musste sich der energiegeladene Shane dann neben Orton wiederum auch mit Rhodes und DiBiase auseinandersetzen - schaffte es jedoch, die beiden Störenfriede auszuschalten - diesmal war es Rhodes, der den Coast To Coast einsteckte. Nachdem Shane dann auch Orton mit einer Reihe von Stuhlschlägen geschwächt hatte, versuchte Shane ihm als Akt der Rache selbst gegen den Kopf zu treten. Orton aber wich aus, verpasste Shane den RKO und holte sich damit den Sieg.

Shane wollte es dabei aber nicht bewenden lassen: Er forderte Orton beim nächsten RAW zu einem nicht sanktioniertem Kampf, der so lange weitergehen sollte, bis einer nicht mehr aufstehen konnte. Orton nahm dankend an und durfte sich nach erneuten Eingriffen von Rhodes und DiBiase als Sieger fühlen, nachdem er Shane mit dem Punt Kick ausknockte. Doch unmittelbar darauf überschritt er die nächste Grenze: Er verpasste Stephanie, die sich um ihren Bruder kümmern wollte, den RKO. In diesem Moment eilte der als SmackDown-Star eigentlich nicht mehr zu RAW gehörende Triple H zum Ring, um weiteren Schaden von seiner Ehefrau abzuwenden. Legacy zog sich sofort zurück, während Hunter sich um Stephanie kümmerte und Orton und Co. einen rasenden Blick hinterherwarf.

Diesmal ist's persönlich

Triple H - seit No Way Out amtierender WWE Champion - gab bei SmackDown dann Jim Ross ein emotionales Interview und erklärte, dass Orton mit dem, was er seinem Familienkreis angetan hätte, einen Schritt zu weit gegangen wäre. Und dass Hunter nicht gedachte, das nicht nur in Worten zu verurteilen, musste Legacy klar sein. In Erwartung einer Attacke Triple Hs wandte sich Orton beim nächsten RAW wieder ans Publikum und erklärte, dass Hunter genau wie die McMahons wäre, in die er eingeheiratet hätte: arrogant, entrückt und dumm. Die McMahons wären hier nicht die Opfer, er wäre es. Die McMahons hätten ihn - im Wissen, dass er IED hätte - so lange geschubst, bis er zurückgeschubst hätte. Ortons Suada wurde schließlich von Triple H beendet, der mit seinem Vorschlaghammer Jagd auf Orton und seine Spießgesellen machte. Gerade noch so konnte das Trio auf den Parkplatz flüchten und sich dort mit dem Auto Hunters Zorn entziehen.

Orton erklärte in der Woche darauf, dass Triple H nichts weniger als einen Mordversuch an ihm begangen hätte und dass er Anzeige gegen ihn erstatten würde, so dass Hunter WrestleMania vom Gefängnis aus sehen müsste. Orton fügte hinzu, dass er auch so kein Interesse an einem WrestleMania-Match gegen Triple H hätte und dass er stattdessen den dann amtierenden World Champion fordern würde. Hunter unterbrach Orton und erklärte ihm, dass das die falsche Wahl wäre. Er wüsste, was Orton bewegen würde: Orton hätte bei WrestleMania die Gelegenheit, sich ein für alle mal an ihm zu rächen für den Moment, der seine Karriere definiert hätte: den Rauswurf aus Evolution. Er könne diese Gelegenheit ergreifen, oder aus Angst davonlaufen - und damit aller Welt beweisen, dass er immer noch der Orton aus der Evolution-Zeit wäre: ein Riesentalent, aber ohne Rückgrat.

Derart provoziert, ließ sich Orton auf Hunters Herausforderung ein und nahm Abstand von seiner Absicht, Hunter anzuzeigen - erklärte aber, dass der Deal hinfällig wäre, sollte Hunter vor WrestleMania Hand an ihn anlegen. Und er reizte das auch gleich aus, indem er ihm ins Gesicht sagte, dass er den RKO an Stephanie ziemlich genossen hätte. Hunter hielt sich zurück und erklärte Orton nur noch eines: Er erinnerte ihn daran, dass er Orton bei ihrem letzten Duell im Jahr zuvor das Schlüsselbein gebrochen hätte. Das wäre nichts Persönliches gewesen. Diesmal wäre es persönlich - und er würde Orton den Hals brechen.

Hunter stört den Hausfrieden

Die Fehde wurde bei SmackDown weiter angeheizt, als Triple H auf Umaga traf - und Legacy den Ring umkreiste, um dann zu dritt auf Hunter loszugehen. Beim nächsten RAW sollte Hunter dann auf Rhodes und DiBiase treffen - während Orton sich die Show von zu Hause aus ansah, von wo er via Satellit zugeschaltet wurde. Zu seiner Verwunderung tauchte Hunter nicht zu dem Match gegen die Legacy-Kollegen auf. Er hatte andere Pläne: Er verschaffte sich mit dem Vorschlaghammer Zutritt in Ortons Haus, wo er ihn durch dessen eigene vier Wände jagte und als Höhepunkt durch eine Fensterscheibe fliegen ließ - ehe die Polizei einschritt und Hunter verhaftete.

Orton jedoch entschied sich, keine rechtlichen Schritte gegen Hunter einzuleiten und verkündete beim darauffolgenden RAW, Hunter bei WrestleMania selbst zu richten. So konnte Hunter am selben Abend gegen Rhodes antreten, an dem er ein Exempel statuierte. Offensichtlich mit Hilfe von Stephanie ließ er einen Stahlkäfig über dem Ring herabsenken, wo er Rhodes ohne Störungen von Orton und DiBiase bearbeiten und mit dem Vorschlaghammer zum Pinfall niederstrecken konnte.

Orton und Co. schlugen in der Woche darauf massiv zurück. Aus einem Handicap Match Orton und DiBiase gegen Hunter machten sie eine weitere Dreifach-Attacke gegen Hunter, den sie schließlich mit Handschellen an die Ringseile ketteten und mit dem Vorschlaghammer bedrohten. Orton forderte darauf Stephanie auf, zum Ring zu kommen, sie wäre die einzige, die Hunter jetzt noch retten könnte. Stephanie folgte der Aufforderung - und wurde so selbst zur Zielscheibe. Orton verpasste ihr den Slingshot DDT und drückte ihr anschließend vor den Augen des entsetzten Triple H einen Kuss auf - ehe er diesen dann doch mit dem Hammer k.o. schlug.

Der Masterplan geht nicht auf

In der letzten RAW-Ausgabe rekapitulierte Orton noch einmal all seine Attacken auf die McMahon-Familie - und erklärte, dass sie alle Teil eines Masterplans waren, um Triple H aus der Reserve zu locken und die Bühne zu bereiten für seinen endgültigen Vergeltungsschlag gegen seinen Nemesis. Der habe mit dem Rauswurf aus Evolution am Tag nach seinem ersten World-Title-Gewinn sein Leben zu zerstören versucht, jetzt wäre er Schritt für Schritt dabei, sein Leben zu zerstören. IED? Unfug - er hätte jederzeit gewusst, was er getan hätte. Die Attacken auf die McMahons - es war Ortons Vendetta an Triple H und dessen Familie. Und bei WrestleMania würde er sein Werk vollenden, indem er Triple H das wertvollste Gut seines Lebens entreißen würden: den WWE Title. Orton ahnte, dass Triple H ihn am Ende noch einmal heimsuchen würde - er ahnte aber nicht, dass der nicht allein war. Die zurückgekehrten Vince und Shane McMahon waren an Hunters Seite, als er Legacy vor WrestleMania in eine letzte große Prügelei verwickelte.

Der Main Event von WrestleMania bekam noch eine neue Wendung, als durch die mit Orton sympathisierende Stephanie-Vertreterin Vickie Guerrero verkündet wurde, dass Hunter auch dann seinen Titel verlieren würde, sollte er ausgezählt oder disqualifiziert werden - was bei der aufgeheizten Atmosphäre ein Nachteil für ihn war. Letztlich versuchte Orton nach einem Knockout des Ringrichters selbst zu unfairen Mitteln zu greifen und Hunters Vorschlaghammer ins Spiel zu bringen, aber Hunter überraschte ihm bei den Versuch mit einem eigenen Punt Kick. Hunter schlug Orton darauf mit dem Hammer, zeigte den Pedigree und verteidigte damit seinen Titel.

Ein wütender Orton trat beim nächsten RAW vor die Fans und wies daraufhin, dass Hunter ihm nur mit dem Einsatz des Hammers hätte besiegen können - und dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis er dieses Unrecht korrigieren würde. Orton warnte die ins Geschehen zurückgekehrte McMahon-Familie, sich noch einmal in seine Angelegenheiten zu mischen, oder er würde sie zurück ins Krankenhaus befördern. Als er dann auch noch Vinces kleine Enkel bedrohte, wurde es dem McMahon-Patriarchen zu viel. Er unterbrach Orton und erklärte, dass es bei Backlash kein weiteres Titelmatch für Orton geben würde: Es gäbe ein Six Man Tag Team Match zwischen Legacy auf der einen und Triple H sowie den McMahons auf der anderen Seite. Orton forderte Vince darauf zu einem Einzelmatch noch am selben Abend heraus - Vince akzeptierte.

Orton gelingt die Krönung

Das Match endete damit, dass Orton Vince fast wieder den Punt verpasst hätte - Shane aber eingriff und damit für die Disqualifikation sorgte. Triple H und Legacy mischten auch mit - und als Krönung feierte auch noch Ortons alter Rivale Batista sein Comeback, um ebenfalls auf Legacy loszugehen. Vince verkündete daraufhin, dass Batista bei Backlash an seiner Stelle mit Shane und Triple H teamen sollte - ein Match, das später noch die Klausel erhielt, dass Orton bei einem Sieg seines Team den WWE Title bekommen würde.

Orton sah sich bei dem Match im Vorteil, denn während sein Team eine gut geölte Maschine war, gab es beim anderen Trio Zwist darum, wer es dem gemeinsamen Feind Orton in dem Match am heftigsten geben sollte - Ärger, den Orton natürlich in den Wochen vor dem Match weiter zu schüren versuchte. Beim letzten RAW vor Backlash erlangte Orton dann noch Momentum, in dem er Hunter in einem No DQ Match, in dem es nicht um den Titel ging, nach Eingriffen aller anderen Beteiligter mit dem RKO pinnen konnte.

Auch das Backlash-Match erhielt die Klausel, dass der Titel auch bei einer Disqualifikation oder Count Out wechseln würde - und die Klausel wurde Hunter diesmal zum Verhängnis. Weil mit Batista das Temperament durchging und der einen Stuhl gegen Legacy einsetzen wollte, beschäftigte sich Hunter einen Moment zu lange damit, Batista zu beruhigen. Orton nutzte die Ablenkung zum RKO gegen Hunter, aus dem der sich noch befreien konnte. Der Punt Kick markierte dann aber das Aus für Hunter - und den lang ersehnten Titelgewinn für Orton.

Last Man Standing, Three Stages Of Hell...

Triple H musste mit der Trage aus dem Ring gebracht werden und eine Zwangspause einlegen - während Orton dem Größenwahn erlag. Er erklärte, die McMahon-Familie vernichtet zu haben und der neue Alleinherrscher bei RAW zu sein, dem ab sofort jeder Rede und Antwort stehen zu hätte. Batista wurde in Hunters Abwesenheit zum Top-Contender auf den Titel - und nahm ihn Orton bei Extreme Rules in einem Steel Cage Match auch überraschend ab. Orton und seine Legacy schlugen jedoch mit aller Macht zurück: Beim darauffolgenden RAW brachen sie Batista den Arm und machten ihn damit kampfunfähig - um Batista damit zu zwingen, den Titel durch Nichtantritt wieder an Orton abzugeben. Ehe dieser Plan vollzogen werden konnte, stand der zurückkehrende Triple H aber wieder auf der Matte und prügelte auf den Legend Killer ein.

Um die unklare Titelsituation zu lösen, gab es beim nächsten RAW ein Fatal Four Way um den vakanten Titel: Orton gegen Triple H gegen John Cena gegen The Big Show. Orton konnte hierbei mit dem RKO gegen Big Show den Sieg holen und den Titel wieder um seine Hüften schnallen. Am selben Abend jedoch konnte sich Triple H mit dem Sieg in einer Battle Royal das Anrecht sichern, Orton herauszufordern. Dieses Match sollte beim Bash stattfinden, doch noch vorher wurde bei RAW ein vorgezogener Titelkampf angesetzt: Orton gegen Triple H in ihrem dritten Last Man Standing Match. Ein hart geführter Fight endete schließlich unentschieden, als nach einem Pedigree Hunters auf die Eingangsrampe beide nicht mehr aufstehen konnten.

Orton bekam nach diesem Match keine Atempause, ein wütender Vince McMahon teilte ihm mit, dass er beim Bash noch einen drauflegen würde: Das Match gegen Triple H machte der WWE-Chef zu einem Three Stages Of Hell Match. Und als Einstimmung attackierte Hunter Orton am Ende der Show noch einmal auf dem Parkplatz, warf ihn auf den Kofferraum eines Autos und flüsterte ihm ins Ohr, dass er zur Hölle fahren würde. Das Bash-Match war aufgeteilt in ein normales Match, ein Last Man Standing Match und ein Stretcher Match. Hunters Strategie war unorthodox: Er gab das Singles Match freiwillig ab, indem er Orton mit einem Stuhl attackierte und so disqualifiziert wurde. Mit dem Stuhl malträtierte er Orton dann aber so heftig, dass der nach einem zusätzlichen Pedigree schnell k.o. war und es 1:1 stand. Das Stretcher Match konnte Orton dann aber schließlich durch einen Eingriff von Rhodes und DiBiase gewinnen, um seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.

Hunters letzte Chance

Das nächste Titelmatch gegen Orton sollte dann der Sieger eines Turniers erhalten, in dessen Finale Triple H und John Cena vordrangen. Legacy attackierte in diesem Match beide um so zu erreichen, das keiner das Titelmatch bekommen würde. Der Schuss aber ging nach hinten los: RAW-Gastmoderator Ted DiBiase (Sr.) setzte für Night Of Champions ein Triple Threat Match Orton gegen Cena gegen Triple H an. Als Vorbereitung taten sich Cena und Hunter vor dem Pay Per View zweimal zusammen, um Legacy zu besiegen - einmal mit Gastmoderator Seth Green, einmal alleine. Auch bei NoC schien Orton geschlagen, als er in einem gemeinschaftlichen Aufgabegriff der beiden Herausforderer abklopfte. Da der Ringrichter aber nicht wusste, wem er jetzt den Sieg zuerkennen sollte, ließ er das Match weiterlaufen. Nach Einmischung von DiBiase und Rhodes konnte Orton gegen Cena dann doch noch einmal den Sieg stehlen.

Triple Hs letzte Chance, Orton zu entthronen, war beim RAW darauf dahin, als er in einer Beat The Clock Challenge nicht die geforderte Zeit unterbieten konnte - wieder einmal dank Rhodes und DiBiase. Triple H verkündete darauf, dass er nun den beiden das Handwerk legen wollte. Die Fehde gegen Orton war damit faktisch vorüber.

Eine kleine Revanche konnte der McMahon-Helmsley-Seite aber mit etwas Verspätung noch: Im August, am Tag von Vince McMahons Geburtstag, setzte dieser bei RAW ein Six Man Tag Match zwischen ihm, Triple H und Shawn Michaels gegen Legacy an. Und mit einem Pinfall an Orton nach Eingriff von John Cena konnte der Patriarch doch noch Revanche für die Attacke feiern, die alles eingeleitet hatte.
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
Kitanoyama schrieb am 21.10.2013:
[7.0] "Zeitweise einer der besten Fehden der letzten Jahre. Orton gab den zerstörerischen Heel mit seinen beiden Sidekicks Rhodes&DiBiase an seiner Seite in bester Manier. Leider verlief diese Geschichte spätestens nach Backlash ziemlich im Sande, was auch die Bewertung entsprechend beeinträchtigt."
JuliTheCage87 schrieb am 19.11.2012:
[10.0] "Für mich? Die beste Fehde aller Zeiten in der WWE, so persönlich und brutal-genial gebookt, mit den richtigen Leuten besetzt, es hat einfach alles gestimmt. Orton als fantastischer Heel mit seinen Legacy-Begleitern gegen die McMahons+Triple H. Das waren Zeiten, die Fehde werde ich niemals vergessen."
DaNi schrieb am 06.08.2012:
[10.0] "Orton war skrupelloser denn je! Die McMahon Family so auszuschalten war einfach brilliant. Man wusste nie, ob das ein Ausrutscher von ihm war oder pure Absicht. Triple H reagierte entsprechend, ich werde nie den Brawl in Ortons Haus vergessen, genausowenig das RR-Match, das Match zwischen Orton und Shane, sowie das WM Match. Nach WM wurde es umso spannender, mit Batista als Rückkehrer. Für mich war das die Fehde 2009."
TheAdaa schrieb am 29.08.2011:
[6.0] "Diese Fehde ist das Beste Beispiel für Fehl Booking. Der Anfang war grandios. Der austickende Orton, seine Konfrontation mit Steph, der Punt gegen Vince und dann der Rumble Sieg. Grandioses Booking bis dahin, mit guten Angles und Promos. Erstklassige Arbeit bis dahin. Dann kam die Sache mit Shane und diese war dann weniger Erinnerungswürdig, aber die Art und Weiße wie Orton hier agierte und wie er auf Stephanie losging waren grandios gelöst. Das Match bei No Way Out war gut gebookt und ebnete den Weg für das Kommende und was dann bei RAW passierte gehört schon in die Ecke Epic. Shane und Steph mit Punt Kick erledigt, ein zorniger Triple H. Grandioses Kino. Bis Wrestlemania baute man die Fehde grandios auf und schürte die Hoffnung auf ein hart geführtes Match. Und genau diese Erwartungen wurden begraben. Das Match war höchstens Gut, aber nicht wie erwartet ein Kracher und nicht mit der Härte aufgebaut die es bei dieser Fehde verdient hätte. Und danach ging es mit dem verbooken munter weiter und aus einer grandios gestarteten Fehde mit einigen Erinnerungswürdigen Momenten wurde eine halbgare, emotionslose Fehde ohne den nötigen Biss. Schade drum. Nur die ansehnlichen Matches retten die Fehde vorm Totalausfall."
FriarFerguson schrieb am 13.07.2011:
[7.0] "Bis Wrestlemania unglaublich stark, aber mit dem Sieg Hunters hat man die Fehde fast schon total begraben. Orton in einem Tag Match den Titel zu geben nahm Orton dann viel Glaubwürdigkeit. Dazu noch kleinere Unstimmigkeiten wie die Darstellung von Shane McMahon oder den Legacy-Mitgliedern und man hat einen sehr starken Ansatz verbookt. Dennoch erinnerungswürdig."
The Y2J Problem schrieb am 18.12.2010:
[6.0] "Fing wirklich viel versprechend an, aber was dann kam war absolut schrecklich, lahm, eintönig, langweilend und und und. Aber das Anfang war wirklich toll!"
bigdaniel1992 schrieb am 21.06.2010:
[6.0] "Bis Backlash einzigartig gut. Man ich könnte mir heute noch die ganzen Segmente tausendmal ansehen. Der beste Aufbau den ich je bei einer Wrestlemania erlebt habe. Ja, sogar HBK-Taker fand ich wenn überhaupt nur gleich gut. Glaubwürdig und super gespielt. Leider ein paar Booking Fehler mMn. So hätte ich das WM Match zu einem No DQ Match gemacht und den Titel wechseln lassen. Ansonsten alles super. Match war ja gut. 10Punkte. Teil 2. Traurig aber war. Warum? Warum? Unglaubwürdigkeit hoch 10, achlechte Matches und ein apruptes Ende ohne wirklichen Gewinner. Maximal 2 Punkte. Macht 12:2= 6 Punkte. Entäuschend wenn man es sich mal vorstellt wie sich die Fehde entwickelt hat."
LeChef schrieb am 17.05.2010:
[7.0] "Verschenktes Potenzial nach WM, aber bis dahin absolut Genial!"
tobiasthegreatone1 schrieb am 01.03.2010:
[5.0] "Bis WM gut und dann begann das Grauen. Was uns die Wwe danach geboten hat strotzte vor langeweile und eintönigkeit die höchstens die Cena vs Orton Fehde toppen könnte. Und warum zum Teufel hat mein Batista da reingehauen ? Ich gebe 5 Punkte weil der Aufbau bis WM gut war das was danach kam war einfach schlecht."
Randy O schrieb am 01.03.2010:
[9.0] "Bis Backlash einer der Besten Feheden die ich jemals in der WWE zu Gesicht bekommen habe. Bis vor WrestleMania war sie einfach nur Geil. Die ganzen Attacken und und und. Dann bei WrestleMania kein schlechtes Match aber von vielen als entäuschend empfunden weil es nicht so Brutal war wie die Story und weil die Viper verloren hatte. Dann bei Backlash endlich der Titel gewinn in einem weiteren Guten Match. Alles dannach war überflüssig. Die 10 hätte es gegeben hätte Randy bei WrestleMania gewonnen. Oder Randy hätte bei WrestleMania Match in einem NO DQ Match verloren aber dann bei Backlash in einem Heel in a Cell das Remach den Titel und die Fehde gewonnen. Worauf ich hinaus will ist wenn die Fehde nur bis Backlash gegangen wehre und es gebe ein Richtigen Klassiker dann hätte diese Fehde im moment ungefähr 9. 35 Punkte ;)"

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