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Legends of WrestleMania Teil II: Die Obsession des Heartbreak Kid

Fehde

Zeitraum: Dezember 2009 - März 2010
Liga: World Wrestling Entertainment


VS.
Sie sind zwei der größten Stars der Attitude-Ära. Dass beide auch Jahre später noch in der Lage sind, für spannende Stories zu sorgen, auch wenn diese nur auf ein einziges Match hinauslaufen, stellten Shawn Michaels und The Undertaker im Frühjahr 2009 eindrucksvoll unter Beweis. Erwartungsgemäß wurde dieser Schlagabtausch das Highlight der 25. Ausgabe von WrestleMania. So wie schon in den Jahren zuvor stand auch im Vorfeld der Jubiläumsausgabe des "Granddaddy of ‘em all" die Siegesserie des Totengräbers im Mittelpunkt der Spekulationen. Shawn Michaels zeigte hier, dass er dem Deadman in Sachen psychologischer Kriegsführung durchaus gewachsen war, fiel in einem denkwürdigen Match aber letztlich nach hartem Kampf doch dem Tombstone Piledriver zum Opfer.

Der Showstopper will es nochmal wissen

Dieses von vielen Fans als epische Schlacht beschriebene Match fand zum Ende des Jahres auch die verdiente Anerkennung: Bei den Slammy Awards Mitte Dezember nahm der Heartbreak Kid die Trophäe für das Match des Jahres von seinem Freund und DX-Partner Triple H in Empfang. Er sagte, er sei stolz darauf, was er und der Undertaker in dieser Nacht erreicht hätten, bedankte sich für die Auszeichnung und wollte das Rednerpult verlassen. Doch in dem Moment schien eine Mischung aus Frust und Kampfgeist in ihm aufzusteigen. Er sagte, er könne den Undertaker sehr wohl besiegen. Er wisse es, und der Deadman wisse es auch. Und so forderte er ein Rückmatch – natürlich bei WrestleMania.

Doch zunächst tat sich in dieser Angelegenheit nichts. Der Undertaker war amtierender World Heavyweight Champion und bekam es in der Zwischenzeit mit seinem Herausforderer Rey Mysterio zu tun, der sich nach zahlreichen Eingriffen seines ehemals besten Freundes Batista schließlich den Posten des Herausforderers für den Royal Rumble sichern konnte.

D-Generation X, die sich in der Nacht vor den Slammy Awards mit den Unified Tag Team Titeln erstmals Tag Team Gold geholt hatten, mussten sich bis zum Jahreswechsel zunächst mit anderen Problemen beschäftigen. Zum einen mussten sie ihre Gürtel gegen Chris Jericho &, The Big Show verteidigen, zum anderen plagten sie Differenzen mit dem kleinen Kobold Hornswoggle, der sich von dem Duo respektlos behandelt fühlte und sie sogar vor ein Kleinwüchsigen-Gericht zerrte. Dieser Streit wurde letztlich beigelegt, nachdem Hornswoggle als Maskottchen in die DX aufgenommen wurde. Auch die Titel konnten die beiden DX-Soldier verteidigen und Chris Jericho so aus Raw verbannen.

Michaels auf der Suche nach Erlösung

In den letzten Wochen des Jahres 2009 kamen im Internet Gerüchte von historischer Tragweite auf, die in erster Linie Vince McMahon, aber auch Shawn Michaels betrafen. Es wurde gemunkelt, dass Bret "The Hitman" Hart im Rahmen des Guest-Host-Programms einen Auftritt bei der Raw Ausgabe des 4. Januar haben könnte. Vince McMahon war von diesen Gerüchten verständlicher Weise alles andere als begeistert und trat beim letzten Raw des Jahres vor die Fans. Sein gewohnt stolzer Umgang mit diesem Teil der WWE Geschichte rief - etwas überraschend - Shawn Michaels auf den Plan. Er meinte, es gebe Rivalitäten, die größer seien als das Business. Vince dachte dass der Heartbreak Kid auf dessen Rivalität mit Bret Hart im Vorfeld des Montreal Incident anspielte. Dieser entgegnete aber, dass es ihm hier um seine Rivalität mit dem Undertaker ging. Der Showstopper machte also klar, dass er an der Herausforderung festhielt – mehr noch: Er forderte seinen Boss auf, das Match auf der Stelle festzusetzen. Doch dieser tat ihm den Gefallen nicht, und meinte nur, wenn Michaels das Match so sehr wolle, müsse er sich selbst drum kümmern. Damit wandte sich der Chairman wieder dem Thema Bret Hart zu. Auch wenn es ihm nicht schmeckte, gab er letztlich zu, dass der Kontakt zum Hitman tatsächlich bestehe, und dieser in der nächsten Woche auch als Guest Host fungieren würde. Fast 13 Jahre nach dem Montreal Screwjob betrat Bret Hart in der Neujahrsausgabe von Raw erstmals wieder einen WWE Ring. Dem Showstopper und der Excellence Of Execution gelang es an diesem Abend, das Kriegsbeil zu begraben.

Die Freude darüber schien aber gleich in der nächsten Woche wieder gewichen, denn der Heartbreak Kid erinnerte den Undertaker daran, dass dieser noch immer nicht auf seine Herausforderung reagiert hatte. Er forderte den Deadman auf, in der nächsten Woche zu Raw zu kommen und zu der Angelegenheit Stellung zu beziehen. Dieser ließ sich auch nicht lange bitten: Beim Smackdown der selben Woche gab der Deadman zwar zu, dass Shawn im letzten Jahr dem Ziel, die Serie zu beenden, so nah gekommen sei, wie keiner vor ihm – er habe aber dennoch versagt. Der Taker kündigte an, am folgenden Montag zu Raw zu kommen, und Michaels die Antwort persönlich zu geben. Und genau das tat er auch. Zu Beginn der Show unterbrach er Vince McMahon, als der gerade dabei war über Bret Hart herzuziehen. Nachdem er einige mahnende Worte über den Chairman und den Screwjob verlor, bat er Michaels heraus, um ihm die verlangte Antwort persönlich zu geben. Er wiederholte seine Aussage vom Freitag, dass Michaels zwar so nah dran war, wie keiner vor ihm, aber dennoch verloren hatte. Und da ein Rematch für Michaels nur in noch größerer Enttäuschung enden würde, lehne er die Herausforderung ab. Er bot dem Showstopper ein Duell am selben Abend an, doch dieser wolle das Match nur bei WrestleMania. Der Deadman entgegnete, dass der Gewinn des Royal Rumble der einzige Weg für Michaels wäre, Erlösung zu finden.

Noch am selben Abend machten sich – auch bedingt durch die Tatsache, dass beim Royal Rumble eben jeder für sich selbst kämpft – Spannungen in der DX bemerkbar. Nach einem erfolgreich bestrittenen Six Man Tag Team Match teilte Triple H seinem Partner mit, dass dieser sich einen anderen Weg zu seinem Wunsch-Match bei WrestleMania suchen müsse, weil er selbst den Rumble gewinnen werde. Nach einer Keilerei mit anderen Ambitionierten untermauerte der Cerebral Assassin diese Aussage, indem er Michaels über das oberste Seil aus dem Ring beförderte. Das vorangegangene Statement wiederholte er in der folgenden Woche erneut.

Aus Kampfgeist wird Verbissenheit

Für den Undertaker war das Thema Shawn Michaels erst mal abgehakt und er wandte sich wieder Rey Mysterio zu. Michaels dagegen ging die ganze Sache scheinbar nicht aus dem Kopf: Als Triple H die letzte Raw Ausgabe vor dem Royal Rumble mit der üblichen „Are you ready“-Routine beginnen wollte, begann ein Disput zwischen den beiden, in dem Shawn Michaels fragte, ob es zu viel verlangt sei, dass er den Rumble gewinnen wolle, um einen weiteren Shot auf die Streak des Undertakers einzufordern. Hunter erwiderte, dass jeder im Lockerroom den Rumble gewinnen wolle, er mit eingeschlossen. Selbst wenn sie zunächst zu zweit 28 andere eliminieren sollten, würde er nicht zögern, Shawns Träume mit Füßen zu treten, um seine eigenen zu erfüllen.

Für die letzte Smackdown Ausgabe vor dem Royal Rumble wurde ein Unified Tag Team Title Match zwischen der DX auf der einen und CM Punk und Luke Gallows auf der anderen Seite festgesetzt. Beim Event selbst wurden Shawn und Hunter allerdings von Rey Mysterio unterbrochen, der sich von Michaels nicht ernst genommen fühlte, weil dieser nicht in Erwägung zog, dass der Mexikaner den Undertaker beim Royal Rumble besiegen könne. Als sich CM Punk auch noch mit Triple H anlegte cancelte General Manager Theodore Long das Tag Team Titelmatch und setzte stattdessen zwei Einzelmatches an: Triple H vs. CM Punk und Shawn Michaels vs. Rey Mysterio. Letzteres stellte den Main Event der Show und endete ergebnislos, als der Undertaker eingriff, und einen Double Chokeslam gegen seine Verfolger zeigte, um so Dominanz auf dem Weg zum Royal Rumble zu demonstrieren.

Die traditionelle Januar-Großveranstaltung verlief für die beiden Ikonen sehr unterschiedlich. Während sich der Undertaker gegen Rey Mysterio durchsetzen konnte, hatte der Showstopper weniger Erfolg mit seinem Plan, sich zum Herausforderer für WrestleMania zu machen. Er begann das Royal Rumble Match als Nummer 18 und eliminierte in kurzer Zeit sechs Gegner - unter ihnen Triple H - bevor er von Batista aus dem Ring befördert wurde. Der Traum vom Rematch schien geplatzt. Seine nächste Chance sah Shawn Michaels in der Qualifikation für das anstehende Elimination Chamber Match beim gleichnamigen Pay Per View. Die entsprechenden Matches fanden direkt am Abend nach dem Rumble statt. Michaels' Gegner war kein geringerer als Randy Orton. Während des Matches war dem Showstopper die Enttäuschung über den Misserfolg vom Vorabend deutlich anzumerken. Schlimmer noch – er wirkte unkonzentriert. So kam es, dass er bei einem seiner Trademark-Jump-ups die herannahende Viper nicht bemerkte und die ihn zum Sieg einrollte. Auch die zweite Chance auf eine Konfrontation mit dem Undertaker war somit vertan. Der verständliche Frust schien schnell in Verbissenheit umzuschlagen. Als Michaels Backstage auf Triple H traf, meinte der, dass sein Freund derzeit auf einer Abwärts-Spirale unterwegs sei, es aber noch genügend andere Gegner gäbe, mit denen man sich bei WrestleMania messen könne. Shawn entgegnete aber, dass es für ihn nur einen Gegner gäbe.


Sturm, Ruhe und zurück

Das Objekt seiner Begierde hielt derweil die Augen offen, denn zu dieser Jahreszeit war ja traditionsgemäß jeder World Champion potentielle Zielscheibe für den Gewinner des Rumble Matches: Edge. Beim Smackdown nach dem Rumble sollte der Deadman eigentlich im Cutting Edge zu Gast sein. Die Show wurde allerdings von Chris Jericho gestört, der sich darüber aufregte, von Edge aus dem Rumble Match geworfen worden zu sein. Er wurde letztlich von Edge und dem dazu stoßenden Undertaker abgefertigt, die sich anschließend einen Staredown lieferten.

Beim folgenden Raw wurden die Probleme zwischen Shawn Michaels und Triple H eher größer als kleiner. Michaels, der nun zwei Chancen auf ein WrestleMania Match verpasst hatte, zog sogar in Erwägung, unter dem Banner der DX zum Jahreshighlight der WWE zu fahren und dort ein Tag Team Match zu bestreiten. Schließlich seien sie die Tag Team Champions. Hunter erinnerte seinen Freund allerdings daran, dass er selbst durch seinen Platz in der Elimination Chamber noch immer im Titelrennen vertreten war und gab an, dass sein persönliches Ziel nun sei, als Champion zu WrestleMania zu fahren. Shawn stellte fest, dass sich derzeit wohl alles nur um Hunter drehe und zog sauer von Dannen. Die Auswirkungen dieser Unstimmigkeiten sollten nicht lange auf sich warten lassen, als die beiden ihre Tag Team Titel noch am selben Abend in einem Triple Threat Elimination Match aufs Spiel setzen mussten. Gegner waren CM Punk und Luke Gallows sowie Big Show und sein neuer Partner Miz. Nachdem Punk und Gallows eliminiert waren, sollten es also die DX und ShowMiz unter sich ausmachen. Als Michaels sich voller Tatendrang selbst einwechselte, kam es erneut zum Streit zwischen den Champions. The Miz nutzte die Verwirrung und rollte Shawn erfolgreich ein. Die DX war die Titel los. Michaels warf daraufhin die DX Schweißbänder weg und verschwand nach hinten, wo er offensichtlich jemanden suchte. Er fand Smackdown General Manager Theodore Long, der zu Raw gekommen war, um sich das Tag Team Titelmatch anzusehen. Shawn bat darum, bei Smackdown aufgenommen und dem dortigen Elimination Chamber Match hinzugefügt zu werden. Als Long ihm dies verwehrte, drohte er ihm. Triple H kam hinzu und fragte Shawn, ob der schon so besessen von der Undertaker-Idee sei, dass er dafür DX und seine Karriere wegwerfen wolle. Michaels entgegnete, dass seine Karriere nun vorbei sei – und verpasste Theodore Long den Superkick.

In der nächsten Woche fehlte vom Heartbreak Kid tatsächlich jede Spur. Weder bei Raw, noch bei Smackdown tauchte er auf. Der Undertaker behielt im Vorfeld des Elimination Chamber PPVs Edge im Auge. Dieser kostete dem Deadman zwar mit einem Eingriff ein Non Title Match gegen Chris Jericho, hinsichtlich seiner Titelchance stellte er aber klar, dass er sich die Wahl seines Gegners für die Zeit nach der kommenden Großveranstaltung aufsparen werde. Der Undertaker konnte sich also ganz auf sein Titelmatch im überdimensionalen Stahlkäfig konzentrieren. Im Match selbst standen alle Zeichen auf Titelverteidigung. Als er zum Ende hin mit Chris Jericho alleine im Käfig war und mit seiner Throat-Cut-Geste das nahende Ende signalisierte, kam plötzlich Shawn Michaels durch den Boden der Stahlkonstruktion in den Ring, streckte den Deadman mit dem Superkick nieder und bescherte Y2J damit seinen fünften Titelgewinn.

Der Zweck heiligt die Mittel

Die Erklärung für sein Handeln gab Michaels schon am nächsten Abend ab. Er hatte schlicht getan, was er tun musste. Ihm sei bewusst, dass jede Aktion eine Reaktion nach sich ziehe und genau die erwarte er nun vom Undertaker, der auch gleich zum Ring kam. Michaels wollte seine Aufmerksamkeit, nun solle er sie bekommen, so der Deadman. Shawn sprach über ihr letztes Aufeinandertreffen, welches er wegen eines kleinen Fehlers verloren hatte. Der Taker würde ihn gut genug kennen, um zu wissen, dass er mit diesem Umstand nicht leben könne. Und obwohl er ihn um ein Rückmatch angefleht hatte, hatte der Deadman ihm dies verwehrt. Er habe ihn sogar ignoriert, sodass er keine andere Chance sah, als den Zorn des Takers auf sich zu ziehen. Wenn dieser nun Rache wolle, solle er endlich einem Match bei WrestleMania zustimmen. Ohne große Umschweife willigte der Undertaker ein. Allerdings knüpfte er seine Zusage an eine Bedingung: Der Showstopper müsse diesmal auch etwas aufs Spiel setzten – seine Karriere! Michaels entgegnete, dass seine Karriere nichts wert sei, wenn er den Deadman nicht bei WrestleMania besiegen könne. Das Match stand.

Doch auch nachdem er sein Ziel nun endlich erreicht hatte, schien Michaels sich kaum auf andere Dinge konzentrieren zu können. So kam er eine Woche später zum Ring und sprach darüber, dass er das Gefühl habe, dass niemand im Lockerroom daran glaube, dass er den Undertaker bei WrestleMania besiegen könne - noch nicht mal seine Freunde. Man würde ihn für verrückt halten, weil er seine Karriere in diesem Match riskiere. Ihm sei bewusst, dass er den Undertaker im letzten Jahr nicht besiegt habe, doch ihm sei auch bewusst, dass niemand vor ihm so nah dran gewesen war. Er forderte diejenigen seiner Freunde, die nicht an ihn glauben, auf, raus zukommen und es ihm ins Gesicht zu sagen. Zu Michaels Verwunderung kam ein Mann zum Ring, von dem er es am wenigsten erwartet hätte – Triple H. Hunter meinte, dass er nicht glaube, dass Shawn erfolgreich sein würde – er wisse es. Denn Shawn Michaels sei der Beste, mit dem er je im Ring gestanden hätte. Über Shawns Freunde im Locker Room stellte The Game klar, dass der dort keine habe, weil er eine Klasse für sich sei. Und auch wenn sie beide bis WrestleMania getrennte Wege gehen werden, werde DX nie sterben. Deswegen habe er für später am Abend ihre Rückmatchklausel um die Titel geltend gemacht. Shawns Einwand, man würde von nun an getrennte Wege gehen müssen, wies er damit zurück dass man für eine Titelverteidigung dreißig Tage Zeit hätte und diese Frist würde am Montag nach WrestleMania ablaufen. An diesem Tag würde DX nicht nur ihre Titel verteidigen, sondern eine ihrer legendären Partys steigen lassen, weil Shawn dann als der Mann bekannt wäre, der die Serie beendet hat. Michaels willigte ein und man bereitete sich auf das Match vor. Im Verlauf des Matches wurde Shawn dann allerdings wieder von der Realität eingeholt, als der Deadman auf dem Titantron auftauchte. Davon abgelenkt wurde Michaels von The Miz gepinnt und die Tag Team Titel waren endgültig weg.

In der kommenden Woche äußerte sich der Undertaker zu den Geschehnissen. Er meinte, die Vorwoche sei ein Beispiel dafür gewesen, wie Michaels’ Leben aussehe, seit er die Nummer 17 auf seiner Liste geworden sei. Eine dunkle Wolke befinde sich seit jenem Abend bei WrestleMania 25 über Shawns Kopf und bei WrestleMania 26 werde dessen Karriere in Frieden… weiter kam der Deadman nicht, denn Shawn Michaels kam zum Ring und meinte, es gebe nur eine logische Erklärung für das offensichtlich grundlose Eingreifen des Takers: Scheinbar zeige der Totengräber zum ersten Mal Anzeichen von Angst. Niemand sei dem Ende der Streak je so nah gekommen, wie Michaels. Der Deadman erwidert nur, er schaue in die Augen eines verzweifelten Mannes, woraufhin Michaels entgegnete, letztes Jahr tatsächlich verzweifelt gewesen zu sein. Er hätte einen Sieg um jeden Preis akzeptiert. Dieses Jahr stehe allerdings zu viel auf dem Spiel, weshalb er ein Match ohne Count Out und ohne Disqualifikation verlange. Der Undertaker drohte Michaels erneut, seine Karriere zu beenden, doch Michaels zeigte sich davon unbeeindruckt und meinte, er werde der Mann sein, der die Serie des Undertaker beende.

Noch mehr Kopfspielchen bis zum Showdown

Beim darauf folgenden Smackdown gab es keine Anzeichen auf eine weitere Reaktion des Deadman, bis während eines Tag Team Matches zwischen der Hart Dynasty und Cryme Tyme plötzlich das Licht ausging und der Deadman alle vier attackierte und so ein weiteres Mal seine Dominanz unter Beweis stellte. Michaels suchte in der folgenden Woche Zuspruch für sein Vorhaben – und zwar beim Guest Host Steve Austin. Als dieser ins selbe Horn blies, wie so viele vor ihm, erinnerte ihn Shawn daran, dass alle Welt nach ihrem Match bei WrestleMania XIV geglaubt habe, dass seine Karriere vorbei sei. Er habe alle eines Besseren belehrt und bei WrestleMania 26 werde er dies wieder tun. Die nächste Konfrontation war also vorprogrammiert. Bei Smackdown bestritt der Undertaker ein Match gegen Drew McIntyre, der - aufgrund guter Verbindungen zu Vince McMahon - trotz zweier verlorener Money in The Bank Qualifikations Matches bis dahin offiziell als ungeschlagen galt. Der Deadman gewann nach gut zwei Minuten mit dem Tombstone Piledriver. Als er die Halle verlassen wollte wartete Shawn Michaels auf der Rampe. Nachdem er dem Superkick ausgewichen war, wollte der Undertaker seinem Dauerrivalen erst den Chokeslam und dann den Tombstone verpassen. Beide Aktionen konterte der Heartbreak Kid und zog letztlich doch den Superkick durch.

Nachdem er Smackdown so erfolgreich beendet hatte, eröffnete er auch die letzte Raw Ausgabe vor WrestleMania. Er verglich das Gefühl vom Freitagabend mit dem, als er Marty Jannetty durch das Fenster des Friseurladens warf, oder als er Bret Hart in Anaheim um den Titel besiegte. Er fühlte sich, als könne er alles schaffen. Als er auf seine neu erschienene DVD zu sprechen kam, meinte er, dass diese nicht zwingend ein Zeichen für das Ende seiner Karriere sei. Es könnte nach WrestleMania auch einen neuen Anfang geben. Und wenn das so sei, wäre er nicht mehr nur The Heartbreak Kid, The Showstopper, The Main Event. Er wäre auf ewig bekannt als der einzige, der die Siegesserie des Undertaker beendet habe. Shawns Rede wurde von einem Einspieler unterbrochen, der zuerst Michaels' illustre Karriere betrachtete, nur um dann mit Szenen des vergangenen Jahres zu enden, als der Undertaker Michaels besiegen konnte. Die letzte Grafik enthielt einen Nachruf: "Shawn Michaels' Career: 1985-2010". Michaels zeigte sich von den Einschüchterungen unbeeindruckt und forderte den Undertaker auf herauszukommen, doch der kam nicht und beließ es ein weiteres Mal bei diesen Kopfspielchen. Im weiteren Verlauf des Abends hatte es Shawn Michaels auf Geheiß von Guest Host Pete Rose mit dem Bruder des Takers zu tun, als er - in einem No Disqualification Match - auf Kane traf. Michaels zeigte im Matchverlauf, dass er auch selbst noch Submission-Manöver in petto hatte, als er den Crossface und den Ankle Lock auspackte. Der Deadman ließ es sich nicht nehmen, in diesem Kampf eine weitere Botschaft an HBK zu schicken, als kurzzeitig das Licht ausging und der Taker danach den Platz von Kane einnahm, um HBK einen Chokeslam zu verpassen. Nach dem Rollentausch versuchte sich Kane an einem Cover, doch Michaels gelang der Kickout. HBK konnte dieses Spielchen des Undertakers komplett abwehren, als er anschließend die Sweet Chin Music an Kane vollzog und den Sieg einfuhr.

Das Match bei WrestleMania war dann der erwartete Schlagabtausch. Ähnlich wie die erste Auflage war das Match geprägt von Finishern und Nearfalls. Beide Kontrahenten warfen all ihre Topmoves in die Wagschale, doch der jeweils andere weigerte sich beharrlich, die Niederlage hinzunehmen. Gerade Shawn Michaels kickte immer wieder verbissen aus, musste aber seinerseits feststellen, dass er - egal, was er auch versuchte - den Undertaker nicht bis drei auf der Matte halten konnte. Er sah den Deadman fast schon fragend an, als der erwiederte, Michaels solle endlich liegen bleiben. Michaels beantwortete dies mit einer schallenden Ohrfeige - bevor er einen krachenden Tombstone Piledriver über sich ergehen ließ. Drei Sekunden später war das Match vorbei - und damit auch die 25-jährige Karriere des Heartbreak Kid.

Genau wie zuvor Bret Hart, so ließ es sich auch Shawn Michaels am folgenden Abend bei Raw nicht nehmen, noch einmal zu den Fans zu sprechen. Doch bevor er zu Wort kam ertönte der Gong und der Undertaker betrat die Rampe. Doch anstatt etwas zu sagen zog der Deadman schlicht, aber respektvoll den Hut vor seinem Langzeitrivalen und verließ die Halle wieder. Michaels war sprachlos und gab auch offen zu, dass ihm hier die Worte fehlen. Letztlich erzählte er von seinen Anfängen im Business: mit 19 Jahren begann er als Wrestler, mit 23 war er wöchentlich im TV zu sehen. Nun sei er 44 und gab zu sich erst daran gewöhnen zu müssen, fortan nicht mehr "on the road" zu sein. Dankessprechchöre der Fans beantwortete Shawn damit, dass er zu danken habe. Denn das Business und die Fans waren für lange Zeit alles, was er hatte. Jahrelang fühlte er sich nur im Ring gut. Die Fans seien in dieser Zeit der einzige Grund gewesen, warum er sich selbst mochte. Er selbst wollte so vielen danken. Letztlich hob er Triple H hervor, der immer zu ihm gestanden hatte, obwohl es im Business sehr schwer sei, beständige Freundschaften zu knüpfen. Auch die Leute um den Ring und hinter den Kullissen erhielten seinen Dank. Voraussehbare "one more match" Chants beantwortete der Showstopper damit, dass er den Fans und dem Undertaker sein Wort gegeben hatte, und sich daran halten wolle. Er bedankte sich auch bei Bret Hart, dass dieser seine Entschuldigung angenommen hatte. Doch er dankte auch Vince McMahon, dass er für ihn arbeiten durfte und dass dieser ihn vor großen Fehlern bewahrt hatte. Letztlich ließ er auch die Fans nicht aus. Er bedankte sich bei "seiner Familie" für jeden Abend, den er mit ihnen verbringen durfte. Der streng gläubige Chist dankte Jesus Christus, seiner Frau sowie seinen Kindern und mit den Worten "The Heartbreak Kid Shawn Michaels has left the building" endete die 25jährige Karriere des Shawn Michaels.
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
Eagle Whiskey schrieb am 06.03.2013:
[10.0] "Wohl eins, wenn nicht dass beste, Match der WWE Geschichte. Auch die Storyline war einfach Weltklasse. Gänsehautfeeling bei jedem Auftritt der beiden. Der Überlebenskampf von Shawn und dass anschließende Finish des Takers werden für immer Meilensteine bleiben."
The last Outlaw schrieb am 01.03.2013:
[10.0] "Ich persönlich empfand die Fehde als sehr spannend und ich fande es wurde zu einem würdigen Karriere ende des HBK hingeführt. Spitze ! 10 Punkte !"
Kitanoyama schrieb am 19.06.2011:
[9.0] "Kurze, aber sehr intensive Fehde. Der Aufbau war zwar für mich nicht perfekt genug, war aber gut genug um zu sagen "Yeah, sehr gut gemacht"."
The Y2J Problem schrieb am 09.04.2011:
[8.0] "Die Story war ziemlich ordentlich, was mich aber an der Fehde stört, sie wurde auf dieses eine Match aufgebaut, das so wichtig für die ganze Fehde war. Und dieses Match hat mir eben nicht so gut gefallen, wie es viele sehen, daher kann ich hier keine 10 Punkte geben!"
Charismatic Enigma schrieb am 10.02.2011:
[10.0] "Wie schon im letzten Jahr konnte man hier auch in diesem Jahr nicht viel falsch machen. Der Hintergrund war diesmal viel simpler als zuvor. Und dennoch: Die Umsetzung mit den vielen Komponenten (Titelregentschaften, Allianzen) war um einiges facettenreicher. Grandioses Booking und starkes Abschluss-Match."
jerseyhool schrieb am 22.09.2010:
[10.0] "Eines vorweg: mir persönlich gefiel die Fehde des Vorjahres von Shawn & Taker ein wenig besser, da ich das Match bei WM 25 wrestlerisch besser fand. Nichts desto trotz ist das nur ein kleiner - subjektiver - Mackel in einer ansonsten grossartigen Fehde! Selten (leider! ) liefen die Schreiberlinge von McMahons Imperium zu wahren Höchstleistungen auf, aber hier wurde zum ersten Mal seit langer, langer Zeit ein Epos geschaffen, dessen Weg zum WM Main Event von durchgängiger Logik & Konsequenz geprägt war. In einer Zeit, in der "on-the-fly" Booking zum Alltag gehört, ist eine Konstanz dieser Qualität nur mit der Bestnote zu bewerten. Und da mit den beiden Protagonisten einem der grössten & legendärsten Performer der Firmengeschichte ein mehr als würdevoller Abschied ermöglicht wird, wäre alles unterhalb der Höchstnote eine Beleidigung!"
patrifi schrieb am 20.09.2010:
[10.0] "Großartiger Aufbau für den Abgang von einem der besten Wrestler der heutigen Zeit. Es war wie im Vorjahr quasi schon ein Selbstläufer, dennoch haben es die Booker und vor allem die schauspielerische Glanzleistung von HBk geschafft, das Match auf eine so herausraugende Leistung zu booken, dass es nicht nur die ganze Wrestlemaniamatches gnadenlos überschattet, sondern auch dass es, als Non-Title Match, unangefochten der Main-Event der größten Veranstaltung des Jahres wurde."
superbrain schrieb am 30.08.2010:
[10.0] "Die Fehde der beiden Legenden hat mir dieses Jahr noch besser gefallen als letztes Jahr, denn jetzt hatten sie viel mehr Zeit und Michaels Abschiedspromo war einfach der Hit. Weiter so, WWE"
sebbae schrieb am 16.08.2010:
[9.0] "Die Hinführung auf das Wrestlemania-Match (und das Match selbst) war erstklassig, 9 Punkte (für 10 reicht ein Match nicht)"
Edgeomatic schrieb am 05.08.2010:
[10.0] "Ich mach es kurz: Promos: TOP, Spannung: TOP, Emotionen: TOP, das Ende: UNBEZAHLBAR. Atletisch aus sehr hohem niveau von beiden Altmeistern leider mit einem schlechten Ende für Shawn aber definitiv mitreißend und sehr Unterhaltsam. Man hat einfach beiden ihre Rolle blind abgekauft. Eine Fehde wie sie sein sollte, zwar kurz aber knackig"

9.77
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