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Geknickter Missionar: CM Punk vs. R-Truth & Matt Hardy

Fehde

Zeitraum: November 2009 - Januar 2010
Liga: World Wrestling Entertainment


VS.
Im Herbst 2009 nahm die Karriere des CM Punk einen recht empfindlichen Knick, als er sehr klar und deutlich eine Fehde gegen den Undertaker und dabei auch den World Heavyweight Title verlor. Bei der Suche nach dem Schuldigen dafür machte es sich Punk recht einfach: Er lud sie an Scott Armstrong ab, dem Ringrichter, der sich unter dem Druck von Vince McMahon zunächst mit Punk und General Manager Theodore Long gegen den Taker verschwor, das dann aber unter dem Druck seines schlechten Gewissens nicht mehr aufrecht erhielt. Punks Rachefeldzug gegen Armstrong führte ihn gar in ein Match mit dem Ringrichter - das er natürlich klar und deutlich gewann. Aber der Ärger mit Armstrong sollte ihn auch in seine nächste Auseinandersetzung stürzen.

Armstrong war nämlich eine Woche nach seinem Match gegen Punk Ringrichter eines Punk-Matches gegen R-Truth. Und weil Punk in dem Match wieder versuchte, Armstrong seinen Willen aufzuzwingen, rächte sich der diesmal, indem er Truth mit einem Fastcount zum Sieg über Punk verhalf.

Ein Jünger für Punk

Es war ein Makel, den Punk nicht an sich haften lassen wollte. Es gab in der Woche darauf ein Rückmatch zwischen Punk und Truth, vor dem es auch eine Diskussion der beiden gab - wie so oft aufgehangen an Punks Obsession, der Welt seinen Straight-Edge-Lebensstil aufzuzwängen. Eine Angewohnheit, die auch Truth auf den Geist ging. Punk gelang in dem Match aber die Revanche, indem er Truth besiegte. Bei einem Gastspiel bei der ECW bezwangen Punk und William Regal in der Woche darauf auch Truth und ECW-Champion Christian.

Punk war Truth damit aber nicht los. Als er bei SmackDown mal wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachging und die Fans in Richtung Straight Edge missionieren wollte, ging Truth auf für Punk sehr unangenehme Weise dazwischen. Punkt hatte als Demonstration für die Schlechtigkeit von Suchtmitteln eine Stange Zigaretten, eine Flasche Whiskey und eine Dose Pillen in einer Mülltonne gekippt. Truth machte sich dann einen Spaß daraus, den Inhalt dieser Tonne über Punk zu entleeren. Die beiden Kontrahenten sahen sich dann auch bei den Survivor Series in gegnerischen Teams wieder. Punk pinnte Truth dabei mit dem GTS, wurde dann aber letztlich von Kofi Kingston eliminiert.

Punk setzte seine Straight-Edge-Mission beim nächsten SmackDown fort - und stellte der Weltöffentlichkeit nun auch einen Mann vor, bei dem sie Erfolg hatte: Luke Gallows, in den beiden Jahren zuvor als Comedy-Charakter Festus bekannt. Punk erklärte, dass die debil anmutende Teilnahmslosigkeit, die dieser Festus ausstrahlte, daran lag, dass er unter Drogen gesetzt worden war. Von denen habe er ihn nun abgebracht - und im neuen Outfit und unter neuem Namen hatte der sich Punk nun zugewandt.

Verloren in der Mission

Und Gallows’ Hilfe konnte Punk auch gleich gebrauchen, denn nachdem er ihn vorstellte, fachte Punk die Wut seines nächsten Gegners an. Es war Matt Hardy, dessen Bruder Jeff er wenige Monate zuvor in einem Loser-Leaves-Town-Match aus der WWE vertrieben hatte. Punk trat mit etwas Abstand nun noch einmal nach, indem er die im Nachhinein erschienene DVD über Hardys Karriere als Drogen verherrlichendes Teufelszeug verdammte. Das ärgerte Matt, der dann gegen Punk antrat - und schließlich unter Inkaufnahme eine Disqualifikation gemeinsam von Punk und Gallows attackiert und verprügelt wurde. Genauso lief es in der Woche darauf, als Punk noch einmal gegen Truth antrat: Auch der wurde von Punk und Gallows gemeinsam in die Mangel genommen.

Die logische Folge: Es gab ein Tag Team Match zwischen Punk und Gallows sowie Hardy und Truth - mit einem Sieg für das Straight-Edge-Team. Den Erfolg wiederholten die beiden eine Woche später in einem Six Man Tag Team Match mit Drew McIntyre gegen Hardy, Truth und McIntyres Rivalen John Morrison. Revanche gelang den Babyfaces, als die Konstellation in der Weihnachtsausgabe von SmackDown noch einmal um je einen Partner erweitert wurde: Dolph Ziggler an der Seite von Punk, Gallows und McIntyre, Finlay an der von Hardy, Truth und Morrison.

Im neuen Jahr verlor sich die kleine Fehde, als Punk seine Aufmerksamkeit darauf lenkte, neben Gallows noch mehr Leute konkret zu erretten - woraus schließlich die Straight Edge Society entstand. Hardy traf er noch einmal wieder, als er ihn in einem Beat The Clock Challenge Match besiegte. Eine Woche später gelang Gallows auch noch ein abschließender Sieg über Hardy - wenn auch mit Hilfe einer Ablenkung Hardys durch Punk.
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
Smi-48 schrieb am 31.08.2011:
[4.0] "Das eigentlich ärgerliche an dieser Fehde war es, Punk nach seinem netten MainEvent-Run wieder in bedeutungslosen Gefilden vorzufinden, konfrontiert mit einer handvoll schwer zu vermittelnden weil sehr ausgewrungenen Charakteren. Gallows zur Seite war vielversprechend, ging aber anhand des sehr dünn gesponnenen Roten Fadens eher unter. Ausreichende MidCard-Angelegenheit, aber irgendwo auch verschossenes Pulver."
bigdaniel1992 schrieb am 09.09.2010:
[2.0] "Hab die Fehde wenn ich ehrlich bin schon fast vergessen. Nicht mehr als eine Übergangsfehde für die Beteiligten. Allerdings wahrlich keine Gute. 2 Punkt sind drin, da ich noch weiß, dass die Beteiligten angetreten sind. Matches waren nicht meins, Promos, na ja gabs die überhaupt?"
Basket Case schrieb am 21.07.2010:
[4.0] "War das wirklich eine Fehde? Punk konnte so wieder etwas Fahrt gewinnen nach dem Programm mit dem Taker. Seine Promos fand ich weiterhin stark. Die Matches waren aber allerdings nicht der Rede wert. Die Einführung von Luke Gallows hat dann aber wieder gepasst und hat Punk dann im Laufe der nächsten Zeit wieder zu neuen Höhen geführt."
Fabi89 schrieb am 21.07.2010:
[4.0] "Bezüglich dieses Programms bin ich dann doch geteilter Meinung. Ich finde Punk in seiner Heel Rolle inzwischen derart stark, dass es immer, auch zu dieser Zeit, ein Genuss ist/war, ihn im Ring oder vor allem auch am Mic zu sehen bzw. hören. Der Hype in Richtung Survivor Series war ganz nett und auch Gallows hat man sinnvoll zurückgebracht. Negativ war aber ganz deutlich der Aufbau der eigentlichen Fehde(n). Weder mit Truth noch mit Hardy konnte Punk ein richtiges Programm entwickeln, das einen der Beteiligten auch nur ein kleines Stück voran gebracht hätte. Außerdem wollte nie wirklich Spannung aufkommen und auch an Intensität hat es gefehlt. Insgesamt kein Totalausfall, aber im Vergleich mit einigen anderen Storys rund um CM Punk dann auch nichts, an das man sich erinnern müsste."
Booker C schrieb am 21.07.2010:
[2.0] "Es spricht für CM Punk das er sich von dieser Fehde wieder so gut erholte. Nicht nur der De-Push Punks, sondern auch die Tatsache das man sich nicht für einen Gegner (Hardy oder R-Truth) entscheiden konnte sorgen für wenige Punkte. Außerdem waren die Straight Edge Promos zu diesem Zeitpunkt einfach nur ausgelutscht."

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