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Die Ministry greift nach der Macht

Fehde

Zeitraum: Dezember 1998 - Mai 1999
Liga: World Wrestling Federation


VS.


VS.
Mehr als ein halbes Jahrzehnt lang war der Undertaker der unumstrittene Publikumsliebling der WWF-Fangemeinde – bis er in der Spätphase der Fehde mit Kane und Steve Austin seine dunkle Seite zum Vorschein brachte. Doch was die Zuschauer dort gesehen hatten, sollte nur ein Vorgeschmack sein: Im Jahr 1999 formte der Deadman die Ministry Of Darkness, eine Gruppierung, welche die Liga auf nie da gewesene Weise terrorisierte – bis es mit ihr ein bizarres Ende nahm.

Die Genese der Ministry begann Ende des Jahres 1998. Faarooq und Bradshaw, die kurz zuvor von dem früheren Truth-Commission-Führer Jackyl zu einem Tag Team namens Acolytes zusammengeführt worden waren, begannen Anweisungen von einer mysteriösen Autorität auszuführen. Bei der ersten Order ging es darum Dennis Knight, die zurückgebliebene Hälfte des Tag Teams Southern Justice in ihre Gewalt zu bringen. Die Acolytes luden den früheren Phineas Godwinn in den Kofferraum eines Autos und brachten Knight zu "ihm".

Knight wurde augenscheinlich in einem dunklen Keller von "ihm" gefoltert. "Er" sollte sich nach einer Weile als der Undertaker in einer neuen Aufmachung zu erkennen geben. Der von Paul Bearer begleitete Taker sah mit zusammengebunden Haaren und einem überlangem Ziegenbart nicht mehr wie ein Totengräber, sondern wie ein Satanistenpriester – und so verhielt er sich auch. Er schnitt sich in die Hand und zwang Knight dazu, sein Blut zu trinken. Dann schlitzte er ihm sein Symbol in die Brust und taufte ihn auf den Namen Mideon um. Zum Abschluss des Rituals wurde er – wie Steve Austin einen Monat zuvor – auf dem überdimensionalen Symbol des Takers gekreuzigt.

Ein Teddybär bringt Vince zum Winseln

Beim Royal Rumble fand die Gruppierung ein neues Opfer: Mabel, der kurz zuvor von Vince McMahon zurückgebracht worden war, um Mankind zu schwächen, wurde von den Acolytes und Mideon in einen Leichenwagen verfrachtet und ebenfalls gefügig gemacht – er hieß fortan Viscera. Kurz darauf wurde auch noch die Brood – Edge, Christian und Gangrel – von der Ministry rekrutiert.

Die Formierungsphase war damit abgeschlossen und die Ministry machte nun klar, was für ein Ziel sie verfolgte: Nichts weniger als die Übernahme der WWF war ihr Ansinnen. Klar, dass das den aktuellen Besitzer der Liga mit Sorge erfüllte. Vince McMahon wandte sich kurz darauf an die Fans und erklärte in einem Worked Shoot, dass ein gewisser Mark Callaway sein Gimmick in jüngster Zeit entschieden zu weit getrieben hätte. Er schiene tatsächlich zu glauben, dass er der Undertaker, ein Wiedergänger des Fürsten der Finsternis sei. McMahon reagierte auf die Anwandlungen des Takers, indem er ihn in ein Match mit dessen Bruder Kane steckte, der mittlerweile zu McMahons Corporation gehörte – und zwar nicht in irgendein Match, sondern ein Inferno Match.

Der Taker gewann das Match, indem er Kanes Bein in Brand steckte. Wichtiger war jedoch, was davor und danach passierte. Paul Bearer überreichte McMahon eine Schachtel, deren Inhalt Vince völlig aus der Fassung brachte. In ihr steckte ein Teddybär, den der Taker hinterher ebenfalls in Brand steckte, während Vince nur desorientiert "No! No! No!" schrie. Was es damit auf sich hatte, sollte sich erst in den darauf folgenden Wochen herauskristallisieren.

Hängt ihn höher!

Der Teddy gehörte einer ungenannten weiblichen Person, die nach den Angaben des Takers den Schlüssel zur Seele von Vince McMahon besitzen würde – und dass er von ihr Besitz ergreifen würde. McMahon setzte darauf den Big Bossman, seinen Mann fürs Grobe, auf den Taker an, welcher beim Pay Per View St. Valentine's Day Massacre bereits von der Ministry attackiert worden war. Später versuchte die Ministry gar, den Bossman zu kreuzigen, er konnte allerdings entkommen. McMahon ließ den Taker darauf verhaften.

In der kommenden Woche war dieser jedoch wieder auf freiem Fuß und nutzte das aus, um dem McMahon-Anwesen während RAW einen Besuch abzustatten. Im Garten der Familie hinterließ er ein brennendes Kreuz – im selben Moment jedoch war der Taker verkleidet als Kane auch in der Halle zugegen und jagte McMahon damit noch mehr Angst ein.

Bei WrestleMania traf der Taker dann auf Order von McMahon in einem Hell In A Cell Match auf den Bossman – und hatte wie erwartet keine Probleme mit dem Ex-Gefängniswärter. Obwohl der Bossman seine Handschellen einsetzte, um den Taker an den Käfig zu fesseln, entkam der Taker und siegte schließlich mit dem Tombstone. Nach dem Match ließ sich die Brood in den Käfig herab und band eine Schlinge um den Hals des hilflosen Bossman und hängte ihn am Zellendach auf, das dann mitsamt des Bossman in die Lüfte gehoben wurde.

Shamrock als Vorkämpfer

Beim darauf folgende RAW wurde klar, wer die weibliche Person war, auf welche die Ministry sich bezog: Stephanie, Vince McMahons Tochter. Die Ministry hatte sie entführt und in ihrer Gewalt. Als Ritter in schimmernder Rüstung präsentierte sich jedoch Corporation-Mitglied Ken Shamrock. Nach einem Match gegen Gangrel packte er dessen Brood-Kollegen Christian und nahm ihn so lange in den Ankle Lock, bis der ihm Stephanies Aufenthaltsort verriet. Shamrock befreite die tief verstörte Stephanie dann aus dem Heizungskeller, wo sie versteckt war – auf ihrer Stirn das Undertaker-Symbol. Vince McMahon wich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr von Stephanies Seite.

Der Taker war nicht amüsiert über diese Vorgänge: Er brachte Shamrocks Schwester Ryan in seine Gewalt und ließ sie ebenfalls kreuzigen. Dazu bestrafte er Christian für seine Schwäche: Er ließ ihn allein gegen das Corporation-Mitglied Big Show antreten, anschließend sollte er gemeinsam mit Ken Shamrock gekreuzigt werden. Gangrel und Edge retteten Christian jedoch und wandten sich damit gegen die Ministry. Auch Shamrock befreite sich und ging auf die Ministry los.

Bei Backlash traf Shamrock auf den Taker, doch der konnte ihn mit dem Tombstone besiegen. Während sich Bradshaw anschließend mit einem Baseballschläger um Shamrock kümmerte, brachte der Rest der Ministry Stephanie erneut in ihre Gewalt. Beim RAW darauf drohte der Taker damit, mit Stephanie eine schwarze Hochzeit zu zelebrieren – um über die Heirat mit der Tochter des Chefs die WWF kontrollieren zu können. Als einziger Ausweg blieb Vince, dem Taker die Papiere auszuhändigen, die dem Lord Of Darkness die direkte Kontrolle geben würden. Der Taker erschwerte die Bedingung dadurch, dass er forderte, dass ausgerechnet McMahons Erzfeind Steve Austin diese überreichen sollte.

Ein Maulwurf bei den McMahons

Austin spielte da nicht mit und so kam es zur schwarzen Hochzeit. Shamrock und Big Show versuchten die Zeremonie zu verhindern, wurden aber von der Ministry abgewehrt. Schließlich kam Austin dann doch noch und sprengte die Party. Er befreite Stephanie und zog damit den Zorn des Takers auf sich.

Bei der Premierenausgabe von SmackDown! zeigte sich dann, dass es einen Maulwurf in der McMahon-Familie gab: Shane McMahon. Er war es, der der Ministry die Türen öffnete und bei ihren Kopfspielchen gegen Vince half. Shane verkündete den Zusammenschluss der Ministry mit den Resten der Corporation zur Corporate Ministry – aus der Corporation traten Triple H, Chyna und der Bossman der neuen Allianz bei. Shamrock und Big Show hingegen schlossen sich mit Mankind und dem kurz zuvor aus der Corporation geflogenen Test zu einer Gruppierung zusammen: Der Union, welche die Corporate Ministry fortan bekämpfen sollte.

Shane nutzte seine Macht aus, um den Undertaker bei Over The Edge ein Titelmatch gegen Steve Austin zu verschaffen – mit gleich zwei Special Referees: Shane auf Seiten des Taker und Vince auf Seiten Austins. Da Vince es aus Verletzungsgründen nicht zu dem Match schaffte, war Austin chancenlos und musste den Titel durch einen schnellen Count Shanes abgeben. Zu diesem Zeitpunkt interessierte das aber keinen mehr, denn Over The Edge wurde bekanntlich vom tödlichen Unfall Owen Harts überschattet.

Wer ist die höhere Macht?

In der nächsten regulären RAW-Ausgabe deutete sich die nächste Wendung in der Geschichte an, denn der neue Champion verkündete, dass er einer höheren Macht gehorchen würde und dass er Austin dieser noch am selben Tag präsentieren würde. Der Taker hatte es an dem Abend gleich mit zwei Gegnern zu tun: Erst mit Vince McMahon, der endlich persönlich Hand an den Mann anlegen wollte, der ihn nun über Monate hinweg gepeinigt hatte, dann in einem Titelrückmatch mit Austin.

Das Match gegen McMahon endete mit einer schnellen Disqualifikation für den Taker, weil er den Ringrichter attackierte. Auch gegen Austin wurde der Lord Of Darkness schließlich disqualifiziert und machte sich dann gemeinsam mit der kompletten Corporate Ministry über Austin her. Nachdem Austin in den Seilen gefesselt wurde, bat der Taker seine höhere Macht in den Ring. Eine mit einer Kutte verhüllte Gestalt trottete zum Ring und präsentierte nur einem wüst schimpfenden Austin sein Gesicht, ehe die Show vom Sender ging.

In der Woche darauf lüftete die Gestalt dann vor Augen aller die Kapuze: Darunter verbarg sich ein diabolisch grinsender... Vince McMahon! Der WWE-Chef machte klar, dass er und der Taker von Anfang an unter einer Decke steckten und alles ein Masterplan war. Die gesamte Ministry war also letztlich nur eine groß angelegte Farce und ein Unterkapitel der Austin-McMahon-Saga.
Jüngste Kommentare der CAGEMATCH-Insassen
turkelton schrieb am 23.09.2011:
[10.0] "Mir gefiel es, obwohl das Ende ein bischen abrupt komisch war. ach ja und "hang it out Bossman""
Bruce McGivern schrieb am 11.10.2010:
[9.0] "Hat wunderbar in die Austin/McMahon Fehde gepasst! Und es hat mich persönlich einfach total damals angesprochen, die Ministry kam so dunkel und mysteriös rüber, und als dann rauskam, dass alles nur ein Plan von McMahon war, und dann auch noch Austin der "neue CEO" wurde, das war schon ein gewaltiger Moment! Gefiel mir von den Emotionen und dem Aufbau sehr sehr gut!"
Rated R Champ schrieb am 14.09.2010:
[8.0] "Mir gefiel der Undertaker als Teufelspriester sehr gut. Logik sucht man hier zwar vergebens aber dafür hatten die Ministry Segmente immer eine tolle Atmosphäre. Lediglich der Abschluss mit Vince als Drahtzieher war dann doch sehr unbefriedigend."
MICHAELAundMARKUS4EVER schrieb am 11.07.2010:
[10.0] "Der Taker glänzt erneut in einer Fehde, steht jedoch diesmal auf der bösen Seite. Lediglich das Ende mit Vince ist negativ zu bewerten."
Weegel schrieb am 15.06.2010:
[0.0] "Ganz großer Schmarrn, den die WWE damals produzierte, und unter den Folgen dieses Blödsinns leidet das Wrestling noch heute! Solches Zeug gehört in einem Mystery Serie, und nicht ins Sports(! ) Entertainment."
Weihnachtsmann schrieb am 23.07.2008:
[10.0] "Ich mochte die Fehde damals sehr, einzig das Ende mit McMahon als "higher power" war nicht nach meinem Geschmack, aber darüber kann ich aufgrund des sehr guten Restes hinwegsehen."
cater schrieb am 30.04.2008:
[8.0] "Ich habe mich damals sehr gut unterhalten gefühlt. Die damalige WWF hat es geschafft, mehrere Main-Event-Fehden miteinenander zu verknüpfen und auch die Midcarder nicht komplett abseits stehen zu lassen. Ich frage mich nur, ob die Fehde noch länger angedauert hätte, wenn es Over The Edge nicht gegeben hätte. Denn danach konnte man natürlich solche krassen Sachen wie das Aufhängen des Big Boss Man oder die Kreuzigungen nicht mehr bringen."
Babus schrieb am 24.04.2008:
[5.0] "Klar, die Ministry war irgendwie ein saucooles Stable - grade weil sie den Undertaker wieder unglaublich interessant machte. Und obwohl die Matches keines ihrer Matches stark war und mehr als bloß ein Logikfehler in der Story steckte, hab ich das ganze damals eigentlich recht interessiert verfolgt. Zu Auflösung der Fehde hat man jedoch den wohl größten Bock geschossen, den man sich wohl vorstellen könnte, was die Story gleich um mehrere Notenpunkte abwertet."
The Mountie schrieb am 10.04.2008:
[3.0] "So interessant der neu aufgemachte Undertaker auch war: Die Storyline hielt nicht, was sie versprach. Gurken wie Mideon und Viscera erhielten viel zu viel Präsenz erhielten und an der Logik haperte es. Vor allem die Auflösung am Ende war ein schlechter Witz - überraschend zwar, aber völlig sinnlos. Andererseits verstehe ich auch wieder, warum diese Story nach Owens Tod so schnell abgewickelt wurde."
Thomas Carlson schrieb am 14.10.2007:
[6.0] "Es hat gut angefangen aber wenn man Leute wie Viscera und Mideon hat dann macht man was falsch. Gut jeder schleppt mal was mit. Steph war ein gutes Opfer und es hatte auch was erfrischendes wenn Heels mal gegen Heels ran müssen. Irgendwie verhaspelte man sich am Ende immer mehr und das Vince diese höhere Macht ist wusste wohl jeder. Ich zumindest als diese Macht auftauchte. Was für mich auch ein Minuspunkt wäre."

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